Dolomiten und Vinschgau

Nach einer Zwischenübernachtung in Bad Feilnbach nahe bei Rosenheim ging die Fahrt über den Brenner (1375 m) nach Bozen. Auch hier wie auf deutschen Autobahnen wird  die linke Spur von Lastwagen beansprucht, was zu Staus führt. Abhilfe soll der Eisenbahn- Basistunnel von Innsbruck bis zur Franzensfeste auf italienischer Seit bringen. Er wird 55 km lang und soll 2025  fertig sein.

Ab Bozen ging es in das Eggetal, über den Karerpass (1745 m) in das Fassa – Tal nach Canazei unserem ersten Ziel in 1450 m Höhe.

Schon am nächsten Tag ging es mit der Seilbahn hoch  zum Pecol und weiter zum Col di Rosc (2382 m). Dort trifft man auf den bekannten Bindelweg. Ihn hatten wir vor Jahren schon einmal als Route ausgewählt. Er verläuft gut ausgebaut fast auf gleicher Höhe bie zur Pan- Hütte, in der wir damals auch eingekehrt waren. Aus der Hütte ist – wie wir erstaunt feststellen konnten – ein modernes großes Bergrestaurant geworden.

Der Bindelweg ist so beliebt, weil er grandiose Ausblicke bietet, vor allem auf die Marmolada, die wir damals noch mit einem deutlich größeren Gletscher gesehen haben.

Marmolada

Langkofel-Grödner Joch- Sellagruppe

Bindelweg endet unten am Fedaia-See

Ein anderer beliebter Wanderweg ist der ErnstAugustWeg. Dazu sind wir in den Nachbarort Campitello gewandert, dort mit der Seilbahn auf den Col Rodello (2485 m) gefahren. Da der Weg, der entlang des  Plattkofel führt, nicht sehr anstrengend ist und deswegen für viele sehr attraktiv ist, war er an diesem Tag sehr überlaufen. Das Vergnügen war also stark eingeschränkt. Auch im Berggasthaus war es sehr  voll. Davor baute man gerade ein weiteres originelles Gebäude.

Plattkofel

Sehr ruhig und angenehm erlebten wir dagegen eine Tour von Campitello zum alten Dorf Pian und weiter in das romantische Durontal. Wenn man dem Tal weiter aufwärts folgen würde, käme man auf die Seiser Alm, die sich ja hinter dem Plattkofel befindet.

Wir wollten unseren Standort wechseln. Dazu galt es den Pass Pordoi (2239 m ) zu „bezwingen“. Das war an einem Samstag mit dem Wohnmobil nicht so ganz einfach: Unzählige Motorradfahrer und Fahrräder galt es zu beachten. Oben auf dem Pass haben wir uns nicht lange aufgehalten . Es war kalt, windig und nass. Um so angenehmer war dann die Fahrt hinunter in das Gader-Tal in die Region Alta Badia.

Alta Badia ist dreisprachig. Auch die Hinweisschilder sind deutsch, italienisch und ladinisch. Unser Ausgangspunkt war La Villa (1433 m). Mit der Seilbahn ging es hinauf zum Pic La Ila (2077 m) und in ein wunderschönes Wandergebiet, das durchaus vergleichbar ist mit der Seiser Alm, aber viel kleiner. Man kann diese Region auch von Corvara oder San Cassiano bequem erreichen. Viele Restaurants (nicht  Jausenstationen, wie man sie in den Bergen erwartet) laden bei gepfefferten Preisen ein. Beispiele: Bratkartoffeln mit Spiegelei 13,80 Euro – 0,1 l Grauburgunder 4,20 Euro. Dennoch waren wir mehrmals hier oben, schon wegen der herrlichen Ausblicke auf die umliegenden Berggipfel, nun aus einer anderen Perspektive.

Marmolada

Alpenhauptkamm

Hier wie auch auf allen anderen Wanderungen hatte Heidi natürlich immer auch den Blick auf Blumen am Wegesrand. eine Auswahl:

Frühlingsenzian

Flockenblume

 

Türkenbund (Orchidee)

Steinbrechwurz

 

Geflecktes Knabenkraut (Orchidee)

Übrigens führt die Seilbahn von La Villa direkt über die Gran Risa Piste. Dort wird immer im Dezember das Weltcup- Rennen im Riesenslalom für Männer ausgetragen. Wir als nichtalpine Skifahrer konnten uns überhaupt nicht vorstellen, dass man so einen steilen Hang überhaupt direkt herunterfahren kann.

Eine Statue am Starthaus

Die Dolomiten sind natürlich ein Eldorado für den Wintersport.Für uns Wanderer sind die unzähligen Liftanlagen imSommer nicht sehr ansehnlich. Sie zerstören das Landschaftsbild doch erheblich. Andererseits hat man dadurch eine ganz neue Klientel gewonnen: Mountainbiker. Überall sind Trails ausgewiesen und sie werden eifrig genutzt. Was im Winter die Sella- Runde für Skifahrer ist, das gibt es jetzt auch für die Mountainbiker.

Ein Kälteeinbruch (nachts nur 5 Grad) veranlasste uns, die weitere Tour grundlegend zu verändern. Wir mussten runter in niedrige Tallagen. Die nächsten Campingoptionen gefielen uns nicht bzw. waren überlaufen. Inzwischen war in Italien die Haupturlaubszeit angebrochen. Mit einem gr0ßen „Satz“ fuhren wir übers Pustertal nach Brixen, über Bozen und Meran in das Vinschgau nach Latsch, das wir schon öfter besucht hatten.

Auch hier führt uns eine Seilbahn von 639 m auf 1740 m Höhe nach St. Martin im Kofel. Im mittleren Vinschgau gestaltet sich die Berglandschaft deutlich sanfter.  Almwirtschaft ist dominierend, nicht der Skizirkus. Dementsprechend anders sind die Eindrücke bei unseren Wanderungen, ob zur Jausenstation Platzair oder zum Egghof. Da liegt dann mal eine Kuh im Weg – übrigens auf dem Rückweg immer noch – oder Bergziegen klettern herum.

 

 

 

 

Die Speisekarte vom Platzair sah so aus, wie man es sich in Südtirol vorstellt  – auch vom Preis her sehr angenehm.

Wir ließen es uns gut gehen und rundeten die Tage immer mit einem erfrischenden Bad im Camping- Pool ab.Die Wetterlage war inzwischen recht labil im gesamten Alpenraum geworden. Angekündigte Gewitter gab es aber bis auf eine Ausnahme immer erst in den Abenstunden, wenn wir von den Wanderungen zurück waren.

Dann nach ca. 14 Tagen der Wetterumschwung: Auf anvisierte Aufenthalte in Kitzbühel oder später an der Donau mussten wir verzichten. Das Regentief, das dann ja auch Niedersachsen sehr getroffen hat, zwang uns zur Rückkehr. Über den Reschenpass  (1507 m) und Fernpass (1209 m) ging es bei strömenden Regen nach Hause.

 

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Lutherstadt Wittenberg und Gartenreich Wörlitz

500 Jahre Reformation – dieses Jubiläum war u.a. Anlass zu unserer Reise  nach Wittenberg , d.h. Quartier bezogen wir in der kleinen Stadt Coswig (Anhalt), die allerdings nicht sehr attraktiv ist. Der Stellplatz für unser Wohnmobil gefiel uns aber sehr. Wir standen direkt an der Elbe.  Schiffsverkehr gab es zu unserer Überraschung kaum zu beobachten. Coswig wählten wir auch wegen seiner zentralen Lage für die geplanten Radtouren.

In Wittenberg ging es zuerst zum Marktplatz mit dem Lutherdenkmal und  dann weiter zur Schlosskirche.

An der Schlosskirche soll Luther ja seine 95 Thesen publik gemacht haben.

Im Innern der Kirche  „Der Schwebende“ von dem Künstler  Ernst Barlach.

Eine sehr beeindruckende Austellung gab es im alten Gefängnis  zu besichtigen.

Im Hof ein  überdimensionaler Boxhandschuh als Symbol  für Kampfesgeist, Mut oder Durchhaltevermögen

In den einzelnen Zellen hatten 70 Künstler, u.a. auch der Chinese Ai Weiwei , ihren persönlichen aktuellen Bezug zur Reformation dargestellt.  Ein Kunstwerk verglich z. B. den Thesenanschlag mit der heutigen Medienvielfalt .In einem anderen  Raum stand  ein Schreibcomputer, der  dieLutherbibel in 3 Sprachen in 90 Tagen drucken wird.

Am folgenden Tag ging es per Rad mit der Gierfähre über die Elbe in den Wörlitzer Park  und zum Schloss. Inzwischen war auch Babsi, unserer Freundin aus Rostock, mit von der Partie.

Hier musste leider unsere Tour beendet werden. Heidi hatte sich bei einem Fahrradunfall so schwer am Bein verletzt, dass sie im Krankenhaus ambulant behandelt werden musste. Sie konnte zwar bald darauf wieder entlassen werden,aber irgendwelche Aktivitäten waren nun nicht  mehr ratsam. Eine vorzeitige Abreise war also angesagt.

Wir sind aber sicher, dass wir die Welterberegion Anhalt – Dessau – Wittenberg noch einmal besuchen, denn längst haben wir noch nicht alles entdecken können.

 

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Costa del Sol

Ein Kälteeinbruch in Deutschland und die Wetteraussichten in Südfrankreich – unser eigentliches Ziel mit dem Wohnmobil – veranlassten uns, spontan eine Reise in den Süden Spaniens nach Almunecar zu buchen. Der Ort liegt ca. 80 km östlich von Malaga, also an der Costa del Sol, genauer an der Costa Tropicana.

Vom Hotel aus hatten wir einen herrlichen Blick auf das Meer. Der Kiesstrand und die Wassertemperaturen lockten aber nicht zum Baden.

Auf der  kilometerlangen Promenade unternahmen wir erste ausgedehnte Spaziergänge. Es war durchweg angenehm frühlingshaft warm um die 20 Grad, aber in den ersten beiden Tagen recht stürmisch.

Festung mit Hotel im Hintergrund

 

 

 

 

 

 

 

Almunecar hat 25ooo Einwohner, eine wunderschöne Altstadt mit zahlreichen Gassen, in denen wir uns auch nach einer Woche immer wieder neu orientieren mussten.Oft landeten wir auf dem Marktplatz mit den einladenden Restaurants und genossen bei Bier und Wein die mediterrane Küche und Meeresfrüchte aller Art sowie den Cortado – den spanischen Kaffee zum Abschluss. Am letzten Tag bot uns dazu eine Straßenkünstlerin einen sehr ansehnlichen Flamenco. Gern spendeten wir ihr ein Trinkgeld für die Vorführung.

Übrigens: Wenn man vor dem Essen irgendein Getränk bestellte, wurde erst einmal eine Tapa als Kostprobe serviert. Jedes Lokal hatte  andere Tapas. Wenn man wollte, konnte man also von Taverne zu Taverne ziehen und die Angebote probieren. Wir haben das nicht ausgenutzt.

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Die Stadt hat eine bewegte Geschichte: Phönizier, Seeräuber, Römer und natürlich auch die Mauren haben im Laufe der Jahrhunderte die Stadt erobert und das Stadtbild  geprägt., z.B. das römiche Aquädukt.

Herausragt das Castillo de San Miguel, das gut restauriert ist und in dem sich ein sehr ansehnliches Museum befindet. Die phönizische Festung hatten auch die Römer und später die Mauren in Besitz genommen.

In dem Park davor sind die Überreste einer „Salzgärungsfabrik“ aus der punisch-römischen Epoche zu besichtigen.

Dass dieser Küsenabschnitt immer sehr begehrt und umkämpft war, belegen auch die Wachtürme, die in regelmäßigen Abständen auf den Anhöhen stehen. Einen, den wir von unserem Hotelbalkon sehr gut sehen konnten, war zu einem Leuchtturm umfunktioniert worden. Sein Leuchtfeuer konnten wir abends beobachten. Natürlich hatten wir ihn auf einer längeren Wanderung als Ziel auserkoren.

Ein weiterer  Ausflug führte uns in das subtropische Tal des Rio Verde bei Almunecar. In dem geschützten Tal war die Erntezeit zwar vorbei, aber an einzelnen Exemplaren konnten wir doch erkennen, was hier alles wächst und gedeiht.

Aprikosen

Zitronen

Bananen

 

Mango

Rote Kresse

Feigenkakteen

Cherimoyas ( Rahmäpfel)

Insgesamt können wir sagen, dass Almunecar durchaus eine Reise wert ist.

 

 

 

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Inselhüpfen auf den Kanaren

 

Sechs Inseln in 15 Tagen – bei dieser Reisekombination mit Flug, Fähre und Bus lernten wir die Verschiedenheit der Kanaren auf einer einzigen Reise kennen. Das Programm war im Prinzip so gestaltet:  Ein Tag Anreise – ein Tag Rundreise – ein Tag Ausruhen/Freizeit. (La Palma und El Hierro besuchten wir übrigens nicht.) An den Strand, zum Meer zieht es wohl die meisten Touristen. Aber erst im Landesinneren entfalten die Inseln ihren unterschiedlichen Charakter.

Auf Fuenteventura begann und endete nach 14 Tagen  unsere Reise. Die zweitgrößte Insel liegt nur 100 km vor der afrikanischen Küste. Das zeigt sich auch in einer mondähnlichen Landschaft mit hohen Dünen an der Ostküste. Es handelt sich um organischen Sand, d.h. er wurde zum Teil aus Namibia herangespült und dann mit Muschelkalk versetzt. Dadurch sind endlose breite herrliche Strände entstanden. Also wenn man einen Bade- und Strandurlaub plant, dann liegt man hier richtig.

Im Schnitt gibt es im Jahr  140 l Niederschlag, da die Berge  mit 700/800 m zu niedrig für den Steigungsregen des Nordostpassates sind. Bei unserem Aufenthalt dort empfing uns obendrein ein  Saharawind mit ca. 30 Grad.  Baden im Atlantik war angesagt.

Auf der Insel gibt es keine Industrie und auch kaum Landwirtschaft .Alles muss importiert werden, sogar das Futter für die Ziegen. Meerwasserentsalzungsanlagen sorgen für Trinkwasser, das aber nicht sehr gut schmeckt.

Eine Station auf unserer Rundfahrt war das Dorf Pajara mit seiner einzigartigen Kirche aus dem 17.Jh. Im Kirchenportal sind Tiermotive der aztekischen Kunst zu erkennen. Auswanderer in vergangener Zeit haben sie aus Mexiko zurückgebracht.

Nur selten gibt es so grüne Oasen wie in Vega de Rio Palma.

Noch am gleichen Abend erfolgte die Überfahrt nach Lanzarote,der östlichsten und vulkanischsten Insel. 300 Vulkanhügel ragen empor. Besonders eindrucksvoll, schroff und dunkel wirkt die bizarre Landschaft im Parque Timanfaya im Süden.Die Eruptionen begannen im Jahr 1730, dauerten 6 Jahre und verwüsteten 200 Quadratkilometer Land sowie 50 Dörfer. Nur einige Flechtenarten haben es bisher geschafft,ein bisschen Vegetation zurückzuerobern.

Weite Flächen der Insel sind mit organischem und vulkanischem Sand bedeckt. Diese 20 cm dicke  fruchtbare und lockere  Schicht wird durch Mauern vor dem Passatwind geschützt, um dann darin Gemüse und Wein anzubauen.

Es gibt aber auch grüne „Lichtblicke“ wie das Dorf Haria, das im „Tal der 1000 Palmen“ liegt und das wir von einem Aussichtspunkt bestaunen konnten.

Der Künstler Cesar Manrique ( 1919 – 1992) ist der berühmteste Sohn der Insel und sein positiver Einfluss ist überall zu spüren.An Kreisverkehren sieht man seine riesigen beweglichen Skulpturen.

Er hat aber auch dafür gesorgt, dass es keine Hochhäuser oder Reklametafeln gibt. Die tradionellen Stilmerkmale, z.B. die üblich weiß getünchten Häuser, heben sich markant hervor.

Am selben Tag starteten wir noch zu einer kurzen Überfahrt zu Nachbarinsel La Graciosa mit seinem kleinen Hafen. Hier leben nur 700 Menschen und es gibt keine befestigten Straßen, auf denen man nur mit Land Rovern vorwärtskommt. Tagestouristen wie wir bevölkern die Gassen. Auf der Hin- und Rückfahrt war es an diesem Tag recht stürmisch und wir mussten uns auf der kleinen Fähre gut festhalten.

Und der nächste Inselhüpfer stand an. Nach einem langen Tag auf See landeten wir auf Teneriffa, der größten und unserer Meinung nach vielseitigsten Kanareninsel: Meer – Strand – Gebirge – Bananenfelder – Kiefernwälder – interessante Ortschaften. Unser Standort war Puerto la Cruz an der Nordwestküste mit seinen schwarzen Stränden.

Das erste Ziel auf der Rundfahrt war Garachico, eine elegante Stadt mit stattlichen Gebäuden und schönen Holzbalkonen.

Es gibt allerding keinen echten Strand, aber das Schwimmen in den natürlichen Buchten an der felsigen Küste  mit seiner vorgelagerten Felseninsel hat bestimmt auch seinen Reiz.

Weiter ging die Fahrt zum angeblich größten und ältesten Drachenbaum der Welt. Er soll schon über 1000 Jahre alt sein. Zweifel diesbezüglich kommen auf, wenn man weiß, dass seine Luftwurzeln von oben nach unten wachsen und der Baum innen hohl ist. Baumringe gibt es also nicht.

Durch dichte Passatwolken ging die Fahrt nun aufwärts in den Parque Nacional del Teide. Mit 3718 m ist der Teide sogar der höchste Berg ganz Spaniens.Das Mikroklima bescherte uns auf der Nordseite Regen und auf der Südseite ab 2000m Höhe Sonne.Ein wunderbarer Anblick!

Der Park ist eine Welterbestätte der UNESCO  und ein begehrtes Wandergebiet. Dort wachsen 14 Pflanzen, die es sonst nirgendwo auf der Welt gibt.

In der ringförmigen Caldera von 16 km Durchmesser erhebt sich der Pico del Teide. Der Krater dort oben hat einen Durchmesser von 80 Meter. Man kann ihn in 5 Std. ersteigen oder aber die Seilbahn nehmen. Zu beidem hatten wir leider keine Zeit, wobei die Option der Seilbahn nicht glücklich gewesen wäre: Sie hatte einen Defekt und die Leute mussten mühsam aus der Kabine abgeseilt werden.

Für einen Tagesausflug brachte uns eine Fähre von Teneriffa zur Nachbarinsel La Gomera. Dort gibt es keine großen Touristenzentren oder Hochhäuser – auch keine ausgedehnten Strände. Von derMitte der Insel ziehen sich 40 tiefe Schluchten hinunter zum Meer. Schmale Straßen winden sich an Felswänden entlang hinauf in den Nationalpark mit dem besterhaltenen Lorbeerwald der Welt. Hier wachsen bis zu 10 m hohes Heidekraut und endemische Riesenlöwenzahne. Wegen der gr0ßen Feuchtigkeit sind die Baumstämme mit Moos bewachsen. In diesem gr0ßartigen Wandergebiet gibt es übrigens kein Gr0ßwild – wie nirgends auf den Kanaren.Ursprünglich lebten hier nur Fledermäuse und Insekten. Kaninchen, Mäuse und Ratten z.B. wurden irgendwann importiert.

Heiderkraut (Erika)

Riesenlöwenzahn

 

Überraschend war für uns die Vorführung der Pfeifensprache, die früher auf Gomera als Warnsignale üblich waren.Wir konnten in einzelnen Pfiffen tatsächlich Wörter wiedererkennen.Inzwischen ist die Pfeifensprache Weltkulturerbe und wird als Schulfach gelehrt.

Auf Gomera wird das Wasser aus dem Grundwasser ud den 14 Stauseen entnommen( es regnet genug) und zu 80% für den Bananenanbau verwendet. Eine Bananenpflanze braucht 20 Liter am Tag. Die Bewässerung und der Anbau werden von der EU subventioniert. Da diese Bananen aber zu klein sind, entsprechen sie nicht der EU-Norm und können daher nur auf das spanischen Festland verkauft werden. Ein Kuriosum!

Die nächste Insel Gran Canaria, die drittgrößte mit 850 T. Einwohnern, davon allein 380 T. in der Hauptstadt Las Palmas.Es ist eine fruchtbare Insel mit 3 Kartoffelernten im Jahr, 2000 Pflanzenarten, davo 40 endemische.Viele davon konnten wir in einem botanischen Garten bewundern, u.a. den „Schwiegermuttersessel“ – einen Kaktus.

Schwiegermuttersessel

In der Stadt Teror mit seinen malerischen alten Häusern mit Holzbalkonen  galt es vor allem die Basilika zu besichtigen, die Heimat der Schutzheiligen von Gran Canaria. Sie muss uns auch beschützt haben vor einem heftigen Gewitter mit Hagel! In einem Andenkenladen mit einer Schnapsprobe haben wir es gut überstanden. Die Hagelkörner waren auch für die Einheimischen ein begehrtes Fotomotiv – so etwas hatten sie noch nie gesehen.

Am nächsten Tag ging es zurück nach Fuerteventura. In den beiden letzten Tagen im Süden der Insel unternahmen wir ausgiebige Wanderungen am Strand.

Unser Pool mit Meeresblick

Ein Ziel war die kleine Hafenstadt Morro Jable mit seinem Leuchtturm.

Sehr zutrauliche Erdhörnchen, Kanarienvögel und sogar wildlebende Esel auf den Salzwiesen gestalteten die Spaziergänge abwechselungreich

Unser Rückflug war angenehm, d.h. zuerst schaukelte es sehr, aber dank des kräftigen Rückenwindes verkürzte sich die Flugzeit auf 4 Std. (sonst 5 Std.)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Costa de la Luz

Die  Reise führte auf 2 Kontinente  und in 4 Länder – das sieht nach Reisestrapazen aus – war es aber zum Glück nicht, sondern das Programm war zwischen Besichtigungen und freien Tagen sehr ausgewogen konzipiert.

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Wir waren in Hotels wenige Meter vom Strand entfernt untergebracht, sodass wir unsere freie Zeit bei ausgedehnten Strandwanderungen genießen konnten. Da für die Spanier die Urlaubszeit längst beendet war, „gehörten “ der Strand und das Meer uns verbliebenen Touristen: Vormittags  wandern, mittags in einem Strandlokal Meeresfrüchte genießen, Siesta halten und nachmittags baden im Atlantischen Ozean.

Positiv überrascht waren wir, als wir an Heidis Geburtstag eine Flasche Sekt vom Hotel geschenkt bekamen, die wir dann abends auf der Terrasse  zusammen mit unserer netten Urlaubsbekanntschaft Elke und Reiner genossen.

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Besonders angenehm empfanden wir auch, dass die Küstenlinie nicht zugebaut war, sondern durch den maurisch-spanischen Baustil aufgelockert wirkte.

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Bisher dachte ich immer , dass die  Meere leergefischt sind. Hier an der Costa de la Luz  zumindest stimmt das nicht. Muscheln, Tintenfisch und sonstige Meeresfüchte gab es zur Genüge. Aber auch die typischen spanische Tapas sind ja nicht zu verachten.

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Ein Ausflug führte uns an die Algarve zu Orten, die Heidi und ich von einer früheren Portugalreise kannten, nach Sagres, dem südwestlichsten Punkt des europäischen Festlandes und nach Lagos mit seinen schönen Buchten. Dieser Küstenabschnitt ist geprägt von spektakulären Felsformationen aus Kalkstein, die wir auf einer Bootsfahrt erkundet haben.

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An diese originelle Imbissbude konnten wir uns auch erinnern. Auf eine Bratwurst haben wir aber verzichtet.

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Ein kultureller Höhepunkt der Reise war der Besuch in der Metropole Andalusiens – Sevilla. Auf einem Stadtrundgang bekamen wir einen Eindruck von der Geschichte der Stadt, die sich in prachtvollen Plätzen, wie der Plaza de Espana mit seinen 17 großartigen Mosaiken – sie symbolisieren die17 Provinzen des Landes – oder der größten gotischen Kathedrale der Welt widerspiegelt. Auf eine Besichtigung haben wir allerdings verzichtet, da die Warteschlange zu lang war.

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Dafür haben wir lieber eine Bootsfahrt auf dem Guadalquivir gebucht. Dieser Strom führt ca. 600 km ins Landesinnere und ist bis Sevilla auch für mittlere Kreuzfahrschiffe geeignet. Wir starteten am Goldenen Turm – auch ein Wahrzeichen der Stadt. Der Name lässt sich zurückführen auf die Tatsache, dass hier das Gold und Silber aus den eroberten Ländern im Mittelalter angelandet wurde. ( Er hat natürlich auch ein goldenes Dach.)

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Zahlreiche , z. T. durchaus futuristische Brücken überqueren den Fluss. Das hängt zusammen mit der EXPO 1992, von der auch die erste Originalrakete Ariane noch am Ufer ausgestellt  ist.

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Ein anderes Ausflugsziel war Tanger. Mit dem Schnellboot ist man in ca. einer Stunde dort (17 km). Ein Berber führte uns durch die Altstadt und den Basar.  Ähnliche Eindrücke habe ich schon auf früheren Reisen beschrieben, sodass ich darauf nicht weiter eingehe, sondern gleich die nächste Exkursion, nämlich  nach Gibraltar beschreibe.

Gibraltar ist 6,5 km² gr0ß und gehört  seit 1704 zu England. Diese Kuriosität ist ein Ergebnis des Spanischen Erbfolgekrieg.Dass englische Königshaus hat einem   französichen Thronfolger in Spanien zugestimmt und dafür Gibraltar als „Belohnung“ erhalten. Es war immer wieder umkämpft und es wimmelt daher dort nur so von ehemaligen militärischen Einrichtungen, z.B. 50 km Tunnel,und Befestigunganlagen. Auch heute noch ist es eine wichtige Militärbasis Englands, obwohl heute Spanien und Gibraltar friedlich miteinander umgehen, ja sogar  in wirtschaftlicher Hinsicht aufeinander angewiesen sind. Zu den 33000 Einwohnern kommen zahllose spanische  Pendler und die vielen Touristen, die es einerseits auf die Main Street treibt, wo man zollfrei einkaufen kann, und dann natürlich auf den berühmten Affenfelsen im Naturreservat Upper Rock. Dorthin gelangt man mit einer Seilbahn oder einem Kleinbus, den wir wählten – unterwegs gestoppt von den Affen, die wohl mal irgendwann von Marokko „importiert“ worden sind.

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Übrigens scheint sich das Mikroklima des Felsens dem Englands angepasst zu haben: Wie an jedem Tag war er auch bei unserem  Besuch von Wolken umgeben, obwohl drumherum die Sonne  schien. Er besteht übrigens aus Kalkstein – daher gibt es auch eine Tropfsteinhöhle – und ist 426 m hoch, steil abfallend zum Meer.

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Heidi und ich entdeckten aber auf unserem Rundgang auch noch ein typisch britisches Kleinod. Trotz des begrenzten Territoriums gönnte man sich einen botanischen Garten mit vielen exotischen Pflanzen aus aller Herren Länder.

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Weitere  Stationen unserer Rundreise möchte ich noch mit ein paar Fotos der Vollständigkeit wegen kurz vorstellen:

Arcos de la Frontera, eins der „Weißen Dörfer“ Andalusiens. Die Bezeichnung Frontera deutet auf die historische Grenze zwischen Mauren und Christen hin und gibt es deshalb häufiger in der Gegend.

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Wir waren auch in Cadiz – einer wunderschönen Stadt auf einer Insel. Leider waren wir auf der Durchfahrt und hatten nur wenig Zeit, sie gründlich zu erkunden.

 

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Schließlich fuhren wir auf unserer Tour auch nach Jerez, der Stadt mit den vielen Bodegas. Wir besichtigten die weltgrößte mit 50000 Fässern, in denen der Sherry heranreift. Eine kurze Vorführung der Spanischen Hofreitschule und eine ausgiebige Verköstigung rundeten den Tag und damit auch das gesamte Besichtigungsprogramm ab.

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Drei erholsame Strandtage an der Costa de la Luz boten noch reichlich Erholung.

 

 

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Moin! Moin!

Ein verlängertes Wochenende in Hamburg! Als neuen Standort füe unser Wohnmobil wählten wir  den Stadtteil Wilhelmsburg. Dort an der Spitze zwischen Norder- und Süderelbe im Elbepark Bunthaus gibt es seit 2 Jahren auf dem Gelände einer ehemaligen Stackmeisterei einen herrlich gelegenen Wohnmobilhafen. Diese Stackmeisterei wurde an Bunthäuser Spitze  1847 gegründet. Ursprünglich war sie für die Uferbefestigung zuständig. Heute ist sie vor allem für das Setzen der Schifffahrtszeichen verantwortlich. Ein kurzer Wanderweg führt übrigens zum kleinsten Leuchturm Hamburgs. Er wird heute natürlich nicht mehr gebraucht und steht unter Denkmalsschutz.

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Der Stellplatz bietet eine gute Infrastruktur, Ausblicke auf die Elbe, Ruhe und Erholung nach anstrengenden Stadtbesichtigungen und man ist dennoch mit Bus und S-Bahn in ca.45 Minuten in der City.

Mit unserem Sohn zusammen wollten wir 3 Facetten Hamburgs erkunden. Als Weihnachtsgeschenk hatte er uns  einen Gutschein für eine Kanalfahrt entlang der Alster geschenkt, den es nun einzulösen galt. Vom Jungfernstieg aus schipperten wir 2 Stunden über Binnen- und Außenalster und durch verschiedene Kanäle. Es ist nur zu verständlich, dass sich hier am Wasser eine Villa an die andere reiht. Für „Normalbürger“ unbezahlbar!

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Völlig anders sieht es in der Hafen-City aus. Neben den alten Kontoren an den Fleets gibt es noch reichland Bauland – auch vor der Philarmonie, die nun endlich fertig ist. Die ersten Konzerte im Januar sind längst ausverkauft.

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Der Kiez auf St. Pauli! In jeder Beziehung bunt: Menschen jeglicher Coleur und Herkunft und dementsprechend gestalten sich auch die Fassaden der Häuser – z. T. durchaus künstlerisch, aber auch machmal sehr skurril.

 

An diesem Samstag war auch noch “ St. Pauli kreativ“ angesagt. Alle Kneipen und Läden beteiligten sich daran mit besonderen Angeboten  –  kulinarisch und eben kreativ. Das alles spielte sich bei dem guten Wetter auf der Straße ab. Eine ausgelassene Stimmung! Wie erlebten Live – Musik vom Feinsten.

 

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BENELUX – Reise in unsere Nachbarstaaten

Das erste Ziel unserer Wohnmobiltour lag im Saarland in Losheim am See. Um diesen Stausee herum erschließt sich ein Wandergebiet – die „Traumschleifen“ mit dem Saar-Hunsrück – Steig. Da es in den Vortagen und auch während unseres Aufenthaltes dort heftig geregnet hatte, waren die Wege doch sehr aufgeweicht und das Wandern war kein reines Vergnügen. Bei Sonnenschein konnten wir aber den berühmten Panoramablick von der Saarschleife genießen.

 

Obwohl man von hier einen wirklich schönen Ausblick auf die Saar hat, wird dort gerade ein 1600 m langer Baumwipfelweg errichtet, der in einer noch höheren Plattform als der jetzigen endet. Erbaut mit EU-Mitteln! Meines Erachtens eine überflüssige Konstruktion.

Auf nach Luxemburg!

Schon in der Vorbereitung auf diese Reise stieß ich auf den Begriff „Kleine Luxemburger Schweiz“, der mich neugierig machte. Als dann auch die Bezeichnung „Müllerthal-Trail“ auftauchte, war klar , da müssen wir hin. Und wir wurden nicht enttäuscht.

Der Fluss  Sure (Sauer) hat sich im Laufe von Jahrtausenden in die Kalk – Tafellandschaft eingeschnitten und diese bizarren Felsgebilde, Schluchten und Höhlen geschaffen. Zahlreiche lokale Wanderwege, ein ausgedehntes Klettergebiet, eine Mountainbike – Strecke und eben der Müllerthal -Trail über insgesamt 120 km erschließen das Gebiet. Von Berdorf aus erkundeten wir 2 Etappen: Nach Müller-Thal und nach Echtenach.

( Mit einem Mausklick kann man die Karte und auch die Fotos  vergrößern.)

 

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Im 16.Jh. enwickelte sich aus einer kleinen Burg auf einem Felssporn, dem Bockfelsen,  eine der stärksten Festungen Europas – das Gibraltar des Nordens,das abwechselnd den Franzosen. Spaniern,Österreichern oder Preußen gehörte- die Stadt Luxemburg. Über den Höhenweg – die Corniche – gelangt man zu einer der wichtigsten Sehenswürdigkeiten der Stadt – dem Unesco Welterbe  der Kasematten. Sie wurden ab 1644 im Laufe der Jahrhunderte immer wieder erweitert bis auf eine Länge von 23 km. Das Verteidigungssystem hatte mehrere Stockwerke und wurde in den Weltkriegen als Bunker genutzt. Einen Teil des heute 17 km langen Labyrinths kann man  besichtigen.

Von diesem Höhenweg hat man schöne Ausblicke ins Tal der Alzette mit den Unterstädten  Grund und Pfaffental.

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Heute leben in der Stadt  ein Drittel der Gesamtbevölkerung (ca. 150 00o) und ihre Bedeutung wird sichtbar auf dem Kirchberg, wo sich viele der europäischen Institutionen befinden.

Die nächste Etappe auf unserer Tour war Brügge. Von unserem Campingplatz konnten wir zu Fuß das historischen Zentrum erreichen. Wir waren sofort begeistert von dem wunderschönen harmonischen Stadtbild,das seit 2000 auf der Weltkulturliste steht. Auf dem Grote Markt steht der Belfried mit seinen 50 Glocken. Das Glockenspiel soll angeblich stündlich erklingen. Nach unserem Eindruck läutete es unaufhörlich. Auf dem Burgplatz fallen das Stadthuis und die Heiligbloedkapel ins Auge. Die Kapelle ist das älteste Bauwerk Brügges. Hier findet an Christi Himmelfahrt die jährliche Heiligblutprozession statt.

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Einen Überblick über die Innenstadt mit seinen unzähligen mittelalterlichen Bauten und Zunfthäusern verschafften wir uns mit einer Grachtenfahrt.

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Nach den Stadtbesichtigungen lockte nun das Meer. Wir legten einen Fahrtag ein. In einem Rutsch durchquerten wir über zahlreiche Dämme das Mündungsgebiet von Rhein, Maas und Schelde und landeten in dem südniederländischen Badeort Katwijk. Da die Ferien im Lande noch nicht begonnen hatten, ging es noch recht geruhsam an der Küste zu. Das Wetter war uns wohl gesonnen und somit konnten wir den Strand genießen. Eine Fahrradtour in dem sehr breiten Dünengürtel bis nach Nordwijk war eine angenehme Abwechselung.

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Amsterdam und der Gaasper Campingplatz waren schnell erreicht.Der Platz liegt etwas außerhalb in einem Erholungsgebiet, ist aber durch die Metro sehr günstig angebunden. Für das Stedelijk Museum (moderne Kunst) und das Reichsmuseum hatten wir zuhause Karten gebucht, sodass wir beide Male  direkt Zutritt hatten und uns nicht in die Schlangen vor den Kassen einreihen mussten. Das Reichsmuseum wurde mehrere Jahre renoviert und bietet jetzt ein modernes Ausstellungskonzept.

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Natürlich gehört in dieser Stadt  eine Grachtenfahrt zum Pflichtprogramm. Herrliche  Häuserfassaden, unzählige Brücken und viele Hausboote!

 

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Die Niederlande sind ein Fahrradland , wie jeder weiß. Die Radfahrer haben Vorfahrt und das nutzen sie auch aus. Als Fußgänger muss man sehr aufpassen, um nicht angefahren zu werden. Auf dem gut ausgebauten Fahrradnetz fahren auch Mopeds und Motorroller. Sehr erstaunt waren wir, dass alle ohne Helm fahren. Auch die Kleinkinder fahren ungeschützt bei ihren Eltern mit.

2 Tage verbrachten wir bei denEuropameisterschaften der Leichtathletik, die im Olympiastadion von Amsterdam ausgetragen wurden. Das Stadion ist ca. 90 Jahre alt ( Olympische Spiele 1928), was sich besonders an den Sitzgelegenheiten bemerkbar machte. Die Sitzreihen waren so eng bemessen,dass man sich nur schräg hineinquetschen konnte. Verabredet waren wir dort auch mit Inge  und Hannes, mit denen wir zusammen die Wettkämpfe anschauten.

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Einer der Höhepunkte aus deutscher Sicht waren die 3000 m Hindernisläufe der Frauen. Europameisterin wurde GesaFelicitas Krause – vorne im Bild

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Für den Abschluss unserer Sommertour hatten wir arrangiert, dass wir uns wie im letzten Jahr mit unserem Enkel am Alfsee bei Osnabrück treffen. Dieses Erholungsgebiet hat alles ,was ein Kinderherz begehrt: Badesee, Kinderautoland,Spielhalle und einen großen Irrgarten. Das Wetter spielte auch mit und somit genossen  wir 3 Tage dort., bevor es nach Hause ging.

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Im schönen Ammerland

Nach den kühlen Pfingsttagen starteten wir zu einem Kurzurlaub nach Westerstede im Ammerland. Dort waren wir mit unserer Freundin Babsi verabredet. Das Wetter entwickelte sich prächtig, sodass wir an allen 4 Tagen Radtouren in die Umgebung unternehmen konnten.

Die herrliche Gartenlandschaft zeigte sich jetzt im Frühjahr von ihrer schönsten Seite: Blühende Rhododendron überall – sowohl in den Gärten als auch in den Parks.

 

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Ein weiteres Merkmal im Ammerland sind die riesigen Baumschulen.

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Natürlich ging auch eine Tour rund um das Zwischenahner Meer. das übrigens nicht ein Relikt der Eiszeit ist, sondern aus einem eingestürzten Salzstock entstenden ist.

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Die restaurierte Windmühle kann man in dem Museumsdorf in Bad Zwischenahn besichtigen.

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Machmal gab es auch sehr Witziges an der Strecke zu entdecken. Auf einem Bauerhof wurde wohl kürzlich ein 50. Geburtstag gefeiert, wir wir auf Plakaten lesen konnten. Vor dem Zaun stand das folgende Kunstobjekt.

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Oman und Arabische Emirate

Nach einem Nachtflug von Frankfurt  über Maskat wurden wir am frühen Morgen in Dubai von unserer Reiseleitung in Empfang genommen.Erste positive Überraschung: Unsere Gruppe bestand nur aus uns und einem weiteren Ehepaar, mit dem wir uns auch gut verstanden, wie sich schnell herausstellte.

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Trotz der Müdigkeit starteten wir erwartungsvoll zur ersten Erkundungstour in Dubai- natürlich zur traditionellen Lebensader der Stadt – dem Dubai Creek und der Altstadt. Der Creek ist ein 12 km langer Meeresarm. Am Kai liegen die schwer beladenen Dhaus. Man kann sich nur wundern, dass diese  alten Schiffe noch seetüchtig genug sind, um z. B. Waren aus dem Iran herzu- befördern. Die Kisten und Ballen werden auf dem Kai gelagert. Diebstahl ist in Dubai nicht zu befürchten. Heute werden Dhaus nur noch in einer Werft in Sur  (Oman) auf Bestellung gebaut.

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Burj Al Arab – dieses Luxushotel ist nicht nur  ein Symbol für die Wirtschaftskraft, sondern auch das Wahrzeichen der Stadt. Gebaut auf einer künstlichen Insel – Baukosten ca. 1,5 Mrd.Euro -jede Suite mindestens 170 Quadratmeter groß  kostet 800 Euro pro Nacht – 1200 Bedienstete – Unterwasserrestaurant – Lobby 180 m hoch – Gsamthöhe 321 m, um nur einige Daten zu nennen. Eine Übernachtung darin war uns nicht vergönnt.

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Mindestens genauso berühmt ist der Burj Khalifa – das höchste Gebäude der Welt mit 828 m. Mit dem Fahrstuhl sind wir mit einer Geschwindigkeit von 10 m pro Sekunde (man spürt das nicht, weil der Druck in der Kabine ausgeglichen wird) auf die Besucherplattform auf die 125. Etage 442 m hoch gefahren. Insgsamt sind es 162 Stockwerke. Eine grandiose Aussicht! ( Durch die wandhohe Verglasung konnten Aufnahmen nicht  gelingen.)

 

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Angebunden ist die zweitgrößte Shoppingmall der Welt mit 12oo Geschäften. Durch ein 33 x 8 m großes Glasfenster kann man in ein Aquarium mit 33000 Meerestieren gucken.

In einer anderen Mall gibt es sogar eine Skihalle mit Piste, Rodelbahn und Liften – und das bei 50 Grad  Außentemperatur im Sommer. Während unseres Aufenthaltes hatten wir durchgehend Sonnenschein mit 25 Grad. Sehr angnehm.

Man kann natürlich nicht nur in den Malls einkaufen, sondern auch in den verschiedenen Souks. Speziell gibt es einen Goldsouk mit über 300 Geschäften.Wir haben keines betreten, sondern nur davor gestanden. http://altisontour.apps-1and1.net/wp-content/plugins/tinymce-emoticons/images/emoticons-set-1/wondering.png

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All diesen Luxus hat die Ölförderung möglich gemacht. Durch diese Gewinne und mit der Arbeitsleistung der Gastarbeiter vornehmlich aus Indien und Pakistan ist eine Stadt der Superlative entstanden. Der Ausländeranteil beträgt in den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE)  85%. Sie verrichten nahezu alle Arbeiten.k1024_020

Auf den Straßen sieht man fast nur großvolumige Allradfahrzeuge. Kein Wunder bei einem Benzinpreis von 40 Cent.

Die Reise ging weiter nach Abu Dhabi, das reichste und größte der sieben Emirate. Es möchte sich zu einem neuen Touristenzentrum und einer Kulturweltstadt am Arabischen Golf  entwickeln Es hat eine moderne Infrastruktur mit Hochhäusern und breiten , begrünten Straßen. Die Stadt Abu Dhabi ist auf einer Sandinsel gebaut und mit 3 Brücken mit dem Festland verbunden und von ca. 200 kleinen Inseln umgeben. Sie ist auch der Verwaltungssitz der Regierung der VAE.

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Viele Parks, Gärten und eine 7 km lange Corniche mit Fahrradweg säumen die Küste. Wasser ist in der Wüste ein kostbares Gut. Der Wasserbedaf ist enorm, denn die Parks und Golfplätze z.  B. wollen bewässert werden. Überall sieht man an den  Pflanzungen Berieselungsanlagen. Möglich wird  die Süßwassergewinnung durch Meerwasserentsalzungsanlagen und Brunnen.

Wir besichtigten die Sheikh-Zayed-Moschee, benannt nach dem 2004 verstorbenen Scheich. Mit 4 Minaretten, zahllosen Kuppeln und Nebengebäuden ist sie die größte Moschee der VAE. Sie bietet 10000 Gläubigen Platz. Ausgelegt ist sie mit einem 5600 m² großen Teppich, der im Iran angefertigt wurde. Frauen müssen sich – wie in jeder Moschee – sehr bedeckt kleiden.

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Weltbekannt ist die Formel- 1-Rennstrecke der VAE. Während unseres Aufenthaltes dort konnte ich nur mit Mühe einen Rennwagen bei seinen Runden fototechnisch erfassen

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Am selben Tag stand  noch eine längere Autotour nach Al Ain auf dem Programm, einer Oasenstadt mit etwa 200 Quellen und Brunnen. Wegen seiner traditionellen Bewässerungsanlagen und bronzezeitlichen Ausgrabungen wurde die Stadt 2011 von der UNESCO in das Weltnatur- und Kulturerbe aufgenommen. Die autobahnähnliche Straße dahin ist übrigens durchgehend als Allee angelegt. Der Scheich wünschte es so. Links und  rechts daneben Kies-und Geröllwüste.k1024_075

Nach so vielen urbanen Strukturen erlebten  wir jetzt den Orient im ursprünglichen Sinn. In Al Ain findet täglich der letzte Kamelmarkt der VAE statt. Gehandelt werden Dromedare – es waren Hunderte. Dazu reisen die Händler aus allen Emiraten an und feilschen um die Preise. Die Dromedare sind Fleisch- und Milchlieferanten.

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Am nächsten Tag setzten wir unsere Reise in das Sultanat Oman fort. Am Grenzübergang – die Kontrollen waren sehr gründlich – begrüßte uns der neue Reiseleiter Ramy mit seinem Fahrer Maged, einem Omani. Ramy stammt aus Ägypten, spricht hervorragend Deutsch und erwies sich als ein sehr netter und sachkundiger Reiseleiter.

Das Sultanat  von der ungefähren Größe Deutschlands unterscheidet sich von den Emiraten in geographischer und kultureller Hinsicht.Das kann man auch auf der Karte erschließen, die ich in einem Museum erwerben konnte.

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Seit Urzeiten ist das Land von Seefahrern (Sindbad, der Seefahrer) und Händlern besiedelt. Immer wieder gab es Kämpfe um die Macht – daher auch die zahlreichen Forts ,von denen wir einige besichtigten.

Bis 1970 gab es im Sultanat außer einigen Siedlungen an der Küste und in den Oasen keinerlei Infrastruktur – nichts außer Wüste. Zu dem Zeitpunkt übernahm Sultan Qaboos die Herrschaft. Mit dem Geld aus den Ölgeschäften erneuerte er sein Land von Grund auf. Er gab (gibt) seinen Reichtum an seine Bevölkerung weiter und schuf eine Gemeinschaft der Zufriedenen. Das erfuhren auch wir durch ihre Gastfeundschaft, Aufgeschlossenheit und Freundlichkeit.

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Struktur im heutigen Oman:

  • gute  Krankenversorgung – Lebenserwartung ist aut 79 Jahre gestiegen
  • jedes Haus wird versorgt mit Strom und Wasser – jeder bekommt ein Grundstück geschenkt –
  • keine Steuern
  • Straßenbau,Flughäfen
  • Beamte: jeder möchte Beamter werden – arbeiten 6 Std am Tag – 5-Tagewoche , nach 20 Jahren geht man in Pension

Jeder Omani hat das Recht, den Sultan zu sprechen.Ab 1970 sind Frauen gleichberechtigt, sie machen heute 60% der Studierenden aus. Dennoch gebietet es die Tradition, dass die  Frauen sich zurückhaltend in der Öffentlichkeit zeigen.

Dies alles gilt für die Omanis. Sie machen 6o% der Gesamtbevölkerung aus. Aber auch an die Gastarbeiter   (vorwiegend aus Indien und Pakistan) wird gedacht.Sie erhalten einen Mindestlohn, eine Wohnung und auch 1x pro Jahr einen Heimflug.

Insgesamt herrscht ein politisch wie sozial harmonisches Klima.

Kein Wunder , dass die Unruhen des Arabischen Frühlings hier nicht zündeten. So positiv kann auch Alleinherrschaft aussehen, denn Demokratie ist nicht erkennbar. Nun macht man sich berechtigte Sorgen um den Gesundheitszustand des Sultans. Er hat keine Kinder. Die Nachfolge ist nicht geklärt. Wie geht es weiter im Sultanat Oman?

Nach diesem Exkurs zurück zur einwöchigen  Rundreise durch Oman, allerding nicht in chronogischer Reihenfolge.

Oman wird von einem sehr lang gestreckten Gebirge durchzogen – bis zu 3000 m  hoch. Mit einem Geländewagen ging es zuerst auf einer Straße und dann weiter auf einer Geröllpiste zu einem Plateau auf 2000 m  mit einem herrlichen Blick in eine 1000 m tiefe Schlucht, dem “ Grand Canyon“ Omans.

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Ramy -unser Reiseführer

Ramy -unser Reiseführer

Später fuhren wir zu einer Oase mit Dattelpalmen und Bananen. Am Eingang die Verhaltensvorschriften dazu:

 

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In frühere Zeiten zurückversetzt fühlten wir uns bei den Besuchen von traditionellen Märkten. Auf demViehmarkt und auch  auf dem Fischmarkt waren die Abläufe ähnlich. „Waren“ werden angeliefert,erfahrene  Auktionatore schätzen jeweils die Preise dafür und warten dann auf die Angebote der Umstehenden durch Zuruf – und schon ist der Kauf perfekt.

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Fischmarkt

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Ein besonderes Highlight war die einstündige Fahrt in die Wahiba- Sandwüste mit Allradfahrzeugen. Nur mit stark vermindertem Luftdruck in den Reifen konnte es gelingen, auf der verwehten Piste zu dem „1000 Nights Wüstencamp“ zu kommen, wo wir in komfortablen Zelten mit Betten und eigener Dusche/WC  übernachteten. Einen Pool gab es auch. Abends wurden wir auf eine hohe Düne gefahren und warteten auf den Sonnenuntergang. Die Beduinen, die uns fuhren, kochten spontan Kaffee und so gab es statt Sekt – wie sonst üblich – als Sundowner eine Tasse arabischen Kaffee. (Alkohol ist in der Öffentlichkeit verboten.)

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Zum Programm gehörte  auch ein Besuch bei einer Beduinenfamilie. Es sind Halbnomaden.

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Einen sehr erholsamen Aufenthalt hatten wir im Wadi Bani Khalid.Wir nahmen ein erfrischendes Bad. Ramy empfahl den Frauen, sich hier in einem öffentlichen Bad mit einem T-shirt zu bedecken und sich somit den Gepflogenheiten in einem islamischen Land anzupassen. (In den Swimmingpools in den Hotels ist das nicht erforderlich.) Zu unserem Vergnügen knapperten in dem Wasser Putzerfische an unseren Füßen herum.

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Eine besondere Ehre wurde uns zuteil, als unser Fahrer Maged unsere kleine Gruppe zu sich nach Hause zum Lunch einlud. Es gab typische omanische Speisen: Reis,Gemüse,Huhn,Brot,Datteln (ein Grundnahrungsmittel) Kaffee,Süßigkeiten. Alles wurde auf dem Fußboden serviert und man hockte sich daneben. Uns Europäern wurde aber gestattet, auf dem Sofa Platz zu nehmen. Im Gegensatz zu unseren Frauen bekamen wir Männer  die Frauen des Hauses nicht zu sehen. Dafür aber die Kinder, zwei kleine Söhne, in dem für Männer typischen Gewand.

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Die beiden jungen Omanis wollten unbedingt ein Foto mit mir machen. Jeder Erwachsene hat mindestens 1o derartige Gewänder, die immer ganz sauber sein müssen.

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Die Rundreise endete in der Hauptstadt Maskat mit ihren ca. 900000Einwohnern. Auf einer Stadtrundfahrt konnten wir uns einen Eindruck von der Metropole verschaffen., auch ein Besuch in der Altstadt und dem Souk gehörten dazu. Besonderes Augenmerk verdiente aber die Sultan Qaboos Moschee. Damit hat  der Sultan sich und seinem Volk eine ganz besonders prächtige Moschee gegönnt.Sie ist mit acht Tonnen Swarowski-Kristallen und einem fast 4300 Qudratmeter großen handgeknüpften Teppich ausgestattet.Die Marmorfliesen sind aus Carrara. Nur vom Feinsten!

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Dieses Minarett ist das höchste Minarett des Landes (72 m). Der Sultan hat festgelegt, dass in seinem Sultanat kein Gebäude höher sein darf. Es gibt also in ganz Oman keine Wolkenkratzer.

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Für uns war die Reise noch nicht zuende. Wir hatten noch zum Ausklang für 3 Tage ein Hotel am Meer mit Privatstrand gebucht. Bei ungefähr 20 Grad Wassertemperatur nutzten wir die Zeit mit ausgiebigem Baden im Golf von Oman, im Pool und bei Strandspaziergängen, wobei Heidi eifrig auf Muschelsuche ging.

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Aber dann war auch für uns diese außergewöhnliche Reise zuende. Nach etwa 7 Std. Flug hat uns der Winter in Deutschland wieder begrüßt. sad

 

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Kappadokien und Türkische Riviera

Unsere Rundreise begann in Antalya und führte uns zuerst über das Taurusgebirge. Dabei mussten wir über einen  2000 m hohen Pass, was unserem Reisebus – einem älteren und deutlich untermotorisierten Exemplar – nicht leicht fiel. Die weitere Fahrt durch Mittelanatolien war nicht sehr abwechselungsreich. Die Landschaft ist eintönig, karg und dünn besiedelt. Wir konnten Halbnomaden mit ihren Ziegenherden beobachten. Wir waren froh, als wir am Abend unser Hotel beziehen konnten. Doch der folgende Tag sollte sich ganz anders gestalten.

Morgens um 5 Uhr vor Sonnenaufgang wurden wir abgeholt und zum Startplatz für die Heißluft – Ballonfahrt gebracht. Dicht nebeneinander wurden zahlreiche Ballons vorbereitet für den Start. Diese haben ganz andere Ausmaße als die, die wir bei uns kennen. Das ist auch notwendig, denn die Gondeln können ca. 20 Personen aufnehmen.

 

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Die Piloten waren absolute Könner.Wir stiegen auf und ab,und fuhren manchmal nur ca. 1 m über die Felsen hinweg. Wahnsinn! Dazu die grandiose Felsenlandschaft !

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Wir konnten an diesem Morgen über 70 Ballons gleichzeitig in der Luft sehen. Nach einer Stunde war die Fahrt vorbei. Dem Piloten gelang es, den Korb direkt wieder auf dem Anhänger abzusetzen. (Heidi klettert gerade heraus.) Das Vergnügen kostete pro Person 150 Euro, aber die waren wirklich gut investiert.

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In den 3 Tagen in Kappadokien wurden wir zu zahlreichen landschaftlichen Sehenswürdigkeiten gefahren. Im Laufe der Jahrtausende hatten Hitze und Kälte, Wind und Wasser aus dem   Tuffgestein (verfestigte Vulkanasche)  die skurrielsten Formen herausgearbeitet. Obendrein haben die Menschen in die Felsen Höhlen  gebaut: Wohnungen,  sogar unterirdische Städte und Kirchen. In der  bisher größten entdeckten unterirdische Stadt legten Forscher  8 Stockwerke für bis zu 30000 Menschen frei. Die Wohnungen, die in Ausnahmefällen auch noch heute genutzt werden,  dienten früher in erster Linie als Schutz vor Feinden. Sie waren aber auch beliebt, weil in ihnen eine ausgeglichene Temperatur herrschte. Im Sommer wird es hier bis zu 40 Grad heiß, im Winter bis zu -30 Grad kalt. ( Wir konnten es im September bei einer trockenen Wärme von 25 -30 Grad in ca. 1200 m Meereshöhe ganz gut aushalten.)

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Nach diesen Tagen voller schöner Ausblicke legten wir auf der Rückfahrt  zur Türkischen Riviera einen Zwischenstopp an der berühmten Karawanserei Sultanhani ein. An den alten Handelsstraßen wurden alle 30 bis 40 km solche Karawanserein eingerichtet. Menschen und Tiere konnten darin rasten und Schutz suchen. Diese hatte riesige Ausmaße und bot wohl   Hunderte Übernachtungsplätze.

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Zurück in Antalya stand eine Stadtbesichtigung und eine Bootsfahrt auf dem Programm. Hier am Meer war das schwüle Klima deutlich spürbar und schnell suchten wir immer wieder schattige Plätze auf, auch zum Mittagessen, allerdings nicht in der bekannten Kebabgasse.

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Am nächsten Tag stand der Transfer  nach Alanja an –  eine Woche Badeurlaub in einem kleinen Stadthotel 200m vom Meer enfernt. Zum ersten Mal auf unseren Reisen war uns „All Inclusive“  vergönnt! Wir haben es gut „überstanden“ und konnten unser Gewicht  gut halten, das bestätigte unsere Waage zuhause. Übrigens haben wir die ganzen 14 Tage zum Glück keine Magenprobleme bekommen.

Wir wohnten ca. 3 km vom Stadtzentrum entfernt, konnten es aber mit dem Bus und  auch zu Fuß auf einer sehr hübschen Promenade erreichen. Beherrscht wird  die Stadt von einem alles überragenden Burgberg mit der Altstadt darum. Die Burg hat allerdings nur noch Mauerreste zu bieten. Man hat aber von oben einen herrlichen Blick auf die Stadt und den Hafen, in dem zahlreiche Schiffsnachbauten auf Gäste warten

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Da wir all die Tage Seewind hatten, machte das Baden in den bis zu 1,50 m hohen Wellen besonders viel Spaß und doch sind Heidi und ich der Meinung, dass 3 Tage Strandurlaub uns auch gereicht hätten.

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Damit schließt sich unser Reisejahr 2015, aber neue Ziele für 2016 sind schon gesteckt.

 

 

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