Costa de la Luz

Die  Reise führte auf 2 Kontinente  und in 4 Länder – das sieht nach Reisestrapazen aus – war es aber zum Glück nicht, sondern das Programm war zwischen Besichtigungen und freien Tagen sehr ausgewogen konzipiert.

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Wir waren in Hotels wenige Meter vom Strand entfernt untergebracht, sodass wir unsere freie Zeit bei ausgedehnten Strandwanderungen genießen konnten. Da für die Spanier die Urlaubszeit längst beendet war, „gehörten “ der Strand und das Meer uns verbliebenen Touristen: Vormittags  wandern, mittags in einem Strandlokal Meeresfrüchte genießen, Siesta halten und nachmittags baden im Atlantischen Ozean.

Positiv überrascht waren wir, als wir an Heidis Geburtstag eine Flasche Sekt vom Hotel geschenkt bekamen, die wir dann abends auf der Terrasse  zusammen mit unserer netten Urlaubsbekanntschaft Elke und Reiner genossen.

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Besonders angenehm empfanden wir auch, dass die Küstenlinie nicht zugebaut war, sondern durch den maurisch-spanischen Baustil aufgelockert wirkte.

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Bisher dachte ich immer , dass die  Meere leergefischt sind. Hier an der Costa de la Luz  zumindest stimmt das nicht. Muscheln, Tintenfisch und sonstige Meeresfüchte gab es zur Genüge. Aber auch die typischen spanische Tapas sind ja nicht zu verachten.

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Ein Ausflug führte uns an die Algarve zu Orten, die Heidi und ich von einer früheren Portugalreise kannten, nach Sagres, dem südwestlichsten Punkt des europäischen Festlandes und nach Lagos mit seinen schönen Buchten. Dieser Küstenabschnitt ist geprägt von spektakulären Felsformationen aus Kalkstein, die wir auf einer Bootsfahrt erkundet haben.

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An diese originelle Imbissbude konnten wir uns auch erinnern. Auf eine Bratwurst haben wir aber verzichtet.

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Ein kultureller Höhepunkt der Reise war der Besuch in der Metropole Andalusiens – Sevilla. Auf einem Stadtrundgang bekamen wir einen Eindruck von der Geschichte der Stadt, die sich in prachtvollen Plätzen, wie der Plaza de Espana mit seinen 17 großartigen Mosaiken – sie symbolisieren die17 Provinzen des Landes – oder der größten gotischen Kathedrale der Welt widerspiegelt. Auf eine Besichtigung haben wir allerdings verzichtet, da die Warteschlange zu lang war.

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Dafür haben wir lieber eine Bootsfahrt auf dem Guadalquivir gebucht. Dieser Strom führt ca. 600 km ins Landesinnere und ist bis Sevilla auch für mittlere Kreuzfahrschiffe geeignet. Wir starteten am Goldenen Turm – auch ein Wahrzeichen der Stadt. Der Name lässt sich zurückführen auf die Tatsache, dass hier das Gold und Silber aus den eroberten Ländern im Mittelalter angelandet wurde. ( Er hat natürlich auch ein goldenes Dach.)

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Zahlreiche , z. T. durchaus futuristische Brücken überqueren den Fluss. Das hängt zusammen mit der EXPO 1992, von der auch die erste Originalrakete Ariane noch am Ufer ausgestellt  ist.

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Ein anderes Ausflugsziel war Tanger. Mit dem Schnellboot ist man in ca. einer Stunde dort (17 km). Ein Berber führte uns durch die Altstadt und den Basar.  Ähnliche Eindrücke habe ich schon auf früheren Reisen beschrieben, sodass ich darauf nicht weiter eingehe, sondern gleich die nächste Exkursion, nämlich  nach Gibraltar beschreibe.

Gibraltar ist 6,5 km² gr0ß und gehört  seit 1704 zu England. Diese Kuriosität ist ein Ergebnis des Spanischen Erbfolgekrieg.Dass englische Königshaus hat einem   französichen Thronfolger in Spanien zugestimmt und dafür Gibraltar als „Belohnung“ erhalten. Es war immer wieder umkämpft und es wimmelt daher dort nur so von ehemaligen militärischen Einrichtungen, z.B. 50 km Tunnel,und Befestigunganlagen. Auch heute noch ist es eine wichtige Militärbasis Englands, obwohl heute Spanien und Gibraltar friedlich miteinander umgehen, ja sogar  in wirtschaftlicher Hinsicht aufeinander angewiesen sind. Zu den 33000 Einwohnern kommen zahllose spanische  Pendler und die vielen Touristen, die es einerseits auf die Main Street treibt, wo man zollfrei einkaufen kann, und dann natürlich auf den berühmten Affenfelsen im Naturreservat Upper Rock. Dorthin gelangt man mit einer Seilbahn oder einem Kleinbus, den wir wählten – unterwegs gestoppt von den Affen, die wohl mal irgendwann von Marokko „importiert“ worden sind.

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Übrigens scheint sich das Mikroklima des Felsens dem Englands angepasst zu haben: Wie an jedem Tag war er auch bei unserem  Besuch von Wolken umgeben, obwohl drumherum die Sonne  schien. Er besteht übrigens aus Kalkstein – daher gibt es auch eine Tropfsteinhöhle – und ist 426 m hoch, steil abfallend zum Meer.

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Heidi und ich entdeckten aber auf unserem Rundgang auch noch ein typisch britisches Kleinod. Trotz des begrenzten Territoriums gönnte man sich einen botanischen Garten mit vielen exotischen Pflanzen aus aller Herren Länder.

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Weitere  Stationen unserer Rundreise möchte ich noch mit ein paar Fotos der Vollständigkeit wegen kurz vorstellen:

Arcos de la Frontera, eins der „Weißen Dörfer“ Andalusiens. Die Bezeichnung Frontera deutet auf die historische Grenze zwischen Mauren und Christen hin und gibt es deshalb häufiger in der Gegend.

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Wir waren auch in Cadiz – einer wunderschönen Stadt auf einer Insel. Leider waren wir auf der Durchfahrt und hatten nur wenig Zeit, sie gründlich zu erkunden.

 

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Schließlich fuhren wir auf unserer Tour auch nach Jerez, der Stadt mit den vielen Bodegas. Wir besichtigten die weltgrößte mit 50000 Fässern, in denen der Sherry heranreift. Eine kurze Vorführung der Spanischen Hofreitschule und eine ausgiebige Verköstigung rundeten den Tag und damit auch das gesamte Besichtigungsprogramm ab.

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Drei erholsame Strandtage an der Costa de la Luz boten noch reichlich Erholung.

 

 

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Moin! Moin!

Ein verlängertes Wochenende in Hamburg! Als neuen Standort füe unser Wohnmobil wählten wir  den Stadtteil Wilhelmsburg. Dort an der Spitze zwischen Norder- und Süderelbe im Elbepark Bunthaus gibt es seit 2 Jahren auf dem Gelände einer ehemaligen Stackmeisterei einen herrlich gelegenen Wohnmobilhafen. Diese Stackmeisterei wurde an Bunthäuser Spitze  1847 gegründet. Ursprünglich war sie für die Uferbefestigung zuständig. Heute ist sie vor allem für das Setzen der Schifffahrtszeichen verantwortlich. Ein kurzer Wanderweg führt übrigens zum kleinsten Leuchturm Hamburgs. Er wird heute natürlich nicht mehr gebraucht und steht unter Denkmalsschutz.

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Der Stellplatz bietet eine gute Infrastruktur, Ausblicke auf die Elbe, Ruhe und Erholung nach anstrengenden Stadtbesichtigungen und man ist dennoch mit Bus und S-Bahn in ca.45 Minuten in der City.

Mit unserem Sohn zusammen wollten wir 3 Facetten Hamburgs erkunden. Als Weihnachtsgeschenk hatte er uns  einen Gutschein für eine Kanalfahrt entlang der Alster geschenkt, den es nun einzulösen galt. Vom Jungfernstieg aus schipperten wir 2 Stunden über Binnen- und Außenalster und durch verschiedene Kanäle. Es ist nur zu verständlich, dass sich hier am Wasser eine Villa an die andere reiht. Für „Normalbürger“ unbezahlbar!

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Völlig anders sieht es in der Hafen-City aus. Neben den alten Kontoren an den Fleets gibt es noch reichland Bauland – auch vor der Philarmonie, die nun endlich fertig ist. Die ersten Konzerte im Januar sind längst ausverkauft.

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Der Kiez auf St. Pauli! In jeder Beziehung bunt: Menschen jeglicher Coleur und Herkunft und dementsprechend gestalten sich auch die Fassaden der Häuser – z. T. durchaus künstlerisch, aber auch machmal sehr skurril.

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An diesem Samstag war auch noch “ St. Pauli kreativ“ angesagt. Alle Kneipen und Läden beteiligten sich daran mit besonderen Angeboten  –  kulinarisch und eben kreativ. Das alles spielte sich bei dem guten Wetter auf der Straße ab. Eine ausgelassene Stimmung! Wie erlebten Live – Musik vom Feinsten.

 

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BENELUX – Reise in unsere Nachbarstaaten

Das erste Ziel unserer Wohnmobiltour lag im Saarland in Losheim am See. Um diesen Stausee herum erschließt sich ein Wandergebiet – die „Traumschleifen“ mit dem Saar-Hunsrück – Steig. Da es in den Vortagen und auch während unseres Aufenthaltes dort heftig geregnet hatte, waren die Wege doch sehr aufgeweicht und das Wandern war kein reines Vergnügen. Bei Sonnenschein konnten wir aber den berühmten Panoramablick von der Saarschleife genießen.

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Obwohl man von hier einen wirklich schönen Ausblick auf die Saar hat, wird dort gerade ein 1600 m langer Baumwipfelweg errichtet, der in einer noch höheren Plattform als der jetzigen endet. Erbaut mit EU-Mitteln! Meines Erachtens eine überflüssige Konstruktion.

Auf nach Luxemburg!

Schon in der Vorbereitung auf diese Reise stieß ich auf den Begriff „Kleine Luxemburger Schweiz“, der mich neugierig machte. Als dann auch die Bezeichnung „Müllerthal-Trail“ auftauchte, war klar , da müssen wir hin. Und wir wurden nicht enttäuscht.

Der Fluss  Sure (Sauer) hat sich im Laufe von Jahrtausenden in die Kalk – Tafellandschaft eingeschnitten und diese bizarren Felsgebilde, Schluchten und Höhlen geschaffen. Zahlreiche lokale Wanderwege, ein ausgedehntes Klettergebiet, eine Mountainbike – Strecke und eben der Müllerthal -Trail über insgesamt 120 km erschließen das Gebiet. Von Berdorf aus erkundeten wir 2 Etappen: Nach Müller-Thal und nach Echtenach.

Müller Trail

( Mit einem Mausklick kann man die Karte und auch die Fotos  vergrößern.)

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Im 16.Jh. enwickelte sich aus einer kleinen Burg auf einem Felssporn, dem Bockfelsen,  eine der stärksten Festungen Europas – das Gibraltar des Nordens,das abwechselnd den Franzosen. Spaniern,Österreichern oder Preußen gehörte- die Stadt Luxemburg. Über den Höhenweg – die Corniche – gelangt man zu einer der wichtigsten Sehenswürdigkeiten der Stadt – dem Unesco Welterbe  der Kasematten. Sie wurden ab 1644 im Laufe der Jahrhunderte immer wieder erweitert bis auf eine Länge von 23 km. Das Verteidigungssystem hatte mehrere Stockwerke und wurde in den Weltkriegen als Bunker genutzt. Einen Teil des heute 17 km langen Labyrinths kann man  besichtigen.

Von diesem Höhenweg hat man schöne Ausblicke ins Tal der Alzette mit den Unterstädten  Grund und Pfaffental.

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Heute leben in der Stadt  ein Drittel der Gesamtbevölkerung (ca. 150 00o) und ihre Bedeutung wird sichtbar auf dem Kirchberg, wo sich viele der europäischen Institutionen befinden.

Die nächste Etappe auf unserer Tour war Brügge. Von unserem Campingplatz konnten wir zu Fuß das historischen Zentrum erreichen. Wir waren sofort begeistert von dem wunderschönen harmonischen Stadtbild,das seit 2000 auf der Weltkulturliste steht. Auf dem Grote Markt steht der Belfried mit seinen 50 Glocken. Das Glockenspiel soll angeblich stündlich erklingen. Nach unserem Eindruck läutete es unaufhörlich. Auf dem Burgplatz fallen das Stadthuis und die Heiligbloedkapel ins Auge. Die Kapelle ist das älteste Bauwerk Brügges. Hier findet an Christi Himmelfahrt die jährliche Heiligblutprozession statt.

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Einen Überblick über die Innenstadt mit seinen unzähligen mittelalterlichen Bauten und Zunfthäusern verschafften wir uns mit einer Grachtenfahrt.

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Nach den Stadtbesichtigungen lockte nun das Meer. Wir legten einen Fahrtag ein. In einem Rutsch durchquerten wir über zahlreiche Dämme das Mündungsgebiet von Rhein, Maas und Schelde und landeten in dem südniederländischen Badeort Katwijk. Da die Ferien im Lande noch nicht begonnen hatten, ging es noch recht geruhsam an der Küste zu. Das Wetter war uns wohl gesonnen und somit konnten wir den Strand genießen. Eine Fahrradtour in dem sehr breiten Dünengürtel bis nach Nordwijk war eine angenehme Abwechselung.

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Amsterdam und der Gaasper Campingplatz waren schnell erreicht.Der Platz liegt etwas außerhalb in einem Erholungsgebiet, ist aber durch die Metro sehr günstig angebunden. Für das Stedelijk Museum (moderne Kunst) und das Reichsmuseum hatten wir zuhause Karten gebucht, sodass wir beide Male  direkt Zutritt hatten und uns nicht in die Schlangen vor den Kassen einreihen mussten. Das Reichsmuseum wurde mehrere Jahre renoviert und bietet jetzt ein modernes Ausstellungskonzept.

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Natürlich gehört in dieser Stadt  eine Grachtenfahrt zum Pflichtprogramm. Herrliche  Häuserfassaden, unzählige Brücken und viele Hausboote!

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Die Niederlande sind ein Fahrradland , wie jeder weiß. Die Radfahrer haben Vorfahrt und das nutzen sie auch aus. Als Fußgänger muss man sehr aufpassen, um nicht angefahren zu werden. Auf dem gut ausgebauten Fahrradnetz fahren auch Mopeds und Motorroller. Sehr erstaunt waren wir, dass alle ohne Helm fahren. Auch die Kleinkinder fahren ungeschützt bei ihren Eltern mit.

2 Tage verbrachten wir bei denEuropameisterschaften der Leichtathletik, die im Olympiastadion von Amsterdam ausgetragen wurden. Das Stadion ist ca. 90 Jahre alt ( Olympische Spiele 1928), was sich besonders an den Sitzgelegenheiten bemerkbar machte. Die Sitzreihen waren so eng bemessen,dass man sich nur schräg hineinquetschen konnte. Verabredet waren wir dort auch mit Inge  und Hannes, mit denen wir zusammen die Wettkämpfe anschauten.

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Einer der Höhepunkte aus deutscher Sicht waren die 3000 m Hindernisläufe der Frauen. Europameisterin wurde GesaFelicitas Krause – vorne im Bild

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Für den Abschluss unserer Sommertour hatten wir arrangiert, dass wir uns wie im letzten Jahr mit unserem Enkel am Alfsee bei Osnabrück treffen. Dieses Erholungsgebiet hat alles ,was ein Kinderherz begehrt: Badesee, Kinderautoland,Spielhalle und einen großen Irrgarten. Das Wetter spielte auch mit und somit genossen  wir 3 Tage dort., bevor es nach Hause ging.

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Im schönen Ammerland

Nach den kühlen Pfingsttagen starteten wir zu einem Kurzurlaub nach Westerstede im Ammerland. Dort waren wir mit unserer Freundin Babsi verabredet. Das Wetter entwickelte sich prächtig, sodass wir an allen 4 Tagen Radtouren in die Umgebung unternehmen konnten.

Die herrliche Gartenlandschaft zeigte sich jetzt im Frühjahr von ihrer schönsten Seite: Blühende Rhododendron überall – sowohl in den Gärten als auch in den Parks.

 

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Ein weiteres Merkmal im Ammerland sind die riesigen Baumschulen.

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Natürlich ging auch eine Tour rund um das Zwischenahner Meer. das übrigens nicht ein Relikt der Eiszeit ist, sondern aus einem eingestürzten Salzstock entstenden ist.

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Die restaurierte Windmühle kann man in dem Museumsdorf in Bad Zwischenahn besichtigen.

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Machmal gab es auch sehr Witziges an der Strecke zu entdecken. Auf einem Bauerhof wurde wohl kürzlich ein 50. Geburtstag gefeiert, wir wir auf Plakaten lesen konnten. Vor dem Zaun stand das folgende Kunstobjekt.

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Oman und Arabische Emirate

Nach einem Nachtflug von Frankfurt  über Maskat wurden wir am frühen Morgen in Dubai von unserer Reiseleitung in Empfang genommen.Erste positive Überraschung: Unsere Gruppe bestand nur aus uns und einem weiteren Ehepaar, mit dem wir uns auch gut verstanden, wie sich schnell herausstellte.

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Trotz der Müdigkeit starteten wir erwartungsvoll zur ersten Erkundungstour in Dubai- natürlich zur traditionellen Lebensader der Stadt – dem Dubai Creek und der Altstadt. Der Creek ist ein 12 km langer Meeresarm. Am Kai liegen die schwer beladenen Dhaus. Man kann sich nur wundern, dass diese  alten Schiffe noch seetüchtig genug sind, um z. B. Waren aus dem Iran herzu- befördern. Die Kisten und Ballen werden auf dem Kai gelagert. Diebstahl ist in Dubai nicht zu befürchten. Heute werden Dhaus nur noch in einer Werft in Sur  (Oman) auf Bestellung gebaut.

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Burj Al Arab – dieses Luxushotel ist nicht nur  ein Symbol für die Wirtschaftskraft, sondern auch das Wahrzeichen der Stadt. Gebaut auf einer künstlichen Insel – Baukosten ca. 1,5 Mrd.Euro -jede Suite mindestens 170 Quadratmeter groß  kostet 800 Euro pro Nacht – 1200 Bedienstete – Unterwasserrestaurant – Lobby 180 m hoch – Gsamthöhe 321 m, um nur einige Daten zu nennen. Eine Übernachtung darin war uns nicht vergönnt.

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Mindestens genauso berühmt ist der Burj Khalifa – das höchste Gebäude der Welt mit 828 m. Mit dem Fahrstuhl sind wir mit einer Geschwindigkeit von 10 m pro Sekunde (man spürt das nicht, weil der Druck in der Kabine ausgeglichen wird) auf die Besucherplattform auf die 125. Etage 442 m hoch gefahren. Insgsamt sind es 162 Stockwerke. Eine grandiose Aussicht! ( Durch die wandhohe Verglasung konnten Aufnahmen nicht  gelingen.)

 

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Angebunden ist die zweitgrößte Shoppingmall der Welt mit 12oo Geschäften. Durch ein 33 x 8 m großes Glasfenster kann man in ein Aquarium mit 33000 Meerestieren gucken.

In einer anderen Mall gibt es sogar eine Skihalle mit Piste, Rodelbahn und Liften – und das bei 50 Grad  Außentemperatur im Sommer. Während unseres Aufenthaltes hatten wir durchgehend Sonnenschein mit 25 Grad. Sehr angnehm.

Man kann natürlich nicht nur in den Malls einkaufen, sondern auch in den verschiedenen Souks. Speziell gibt es einen Goldsouk mit über 300 Geschäften.Wir haben keines betreten, sondern nur davor gestanden. http://altisontour.apps-1and1.net/wp-content/plugins/tinymce-emoticons/images/emoticons-set-1/wondering.png

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All diesen Luxus hat die Ölförderung möglich gemacht. Durch diese Gewinne und mit der Arbeitsleistung der Gastarbeiter vornehmlich aus Indien und Pakistan ist eine Stadt der Superlative entstanden. Der Ausländeranteil beträgt in den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE)  85%. Sie verrichten nahezu alle Arbeiten.k1024_020

Auf den Straßen sieht man fast nur großvolumige Allradfahrzeuge. Kein Wunder bei einem Benzinpreis von 40 Cent.

Die Reise ging weiter nach Abu Dhabi, das reichste und größte der sieben Emirate. Es möchte sich zu einem neuen Touristenzentrum und einer Kulturweltstadt am Arabischen Golf  entwickeln Es hat eine moderne Infrastruktur mit Hochhäusern und breiten , begrünten Straßen. Die Stadt Abu Dhabi ist auf einer Sandinsel gebaut und mit 3 Brücken mit dem Festland verbunden und von ca. 200 kleinen Inseln umgeben. Sie ist auch der Verwaltungssitz der Regierung der VAE.

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Viele Parks, Gärten und eine 7 km lange Corniche mit Fahrradweg säumen die Küste. Wasser ist in der Wüste ein kostbares Gut. Der Wasserbedaf ist enorm, denn die Parks und Golfplätze z.  B. wollen bewässert werden. Überall sieht man an den  Pflanzungen Berieselungsanlagen. Möglich wird  die Süßwassergewinnung durch Meerwasserentsalzungsanlagen und Brunnen.

Wir besichtigten die Sheikh-Zayed-Moschee, benannt nach dem 2004 verstorbenen Scheich. Mit 4 Minaretten, zahllosen Kuppeln und Nebengebäuden ist sie die größte Moschee der VAE. Sie bietet 10000 Gläubigen Platz. Ausgelegt ist sie mit einem 5600 m² großen Teppich, der im Iran angefertigt wurde. Frauen müssen sich – wie in jeder Moschee – sehr bedeckt kleiden.

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Weltbekannt ist die Formel- 1-Rennstrecke der VAE. Während unseres Aufenthaltes dort konnte ich nur mit Mühe einen Rennwagen bei seinen Runden fototechnisch erfassen

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Am selben Tag stand  noch eine längere Autotour nach Al Ain auf dem Programm, einer Oasenstadt mit etwa 200 Quellen und Brunnen. Wegen seiner traditionellen Bewässerungsanlagen und bronzezeitlichen Ausgrabungen wurde die Stadt 2011 von der UNESCO in das Weltnatur- und Kulturerbe aufgenommen. Die autobahnähnliche Straße dahin ist übrigens durchgehend als Allee angelegt. Der Scheich wünschte es so. Links und  rechts daneben Kies-und Geröllwüste.k1024_075

Nach so vielen urbanen Strukturen erlebten  wir jetzt den Orient im ursprünglichen Sinn. In Al Ain findet täglich der letzte Kamelmarkt der VAE statt. Gehandelt werden Dromedare – es waren Hunderte. Dazu reisen die Händler aus allen Emiraten an und feilschen um die Preise. Die Dromedare sind Fleisch- und Milchlieferanten.

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Am nächsten Tag setzten wir unsere Reise in das Sultanat Oman fort. Am Grenzübergang – die Kontrollen waren sehr gründlich – begrüßte uns der neue Reiseleiter Ramy mit seinem Fahrer Maged, einem Omani. Ramy stammt aus Ägypten, spricht hervorragend Deutsch und erwies sich als ein sehr netter und sachkundiger Reiseleiter.

Das Sultanat  von der ungefähren Größe Deutschlands unterscheidet sich von den Emiraten in geographischer und kultureller Hinsicht.Das kann man auch auf der Karte erschließen, die ich in einem Museum erwerben konnte.

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Seit Urzeiten ist das Land von Seefahrern (Sindbad, der Seefahrer) und Händlern besiedelt. Immer wieder gab es Kämpfe um die Macht – daher auch die zahlreichen Forts ,von denen wir einige besichtigten.

Bis 1970 gab es im Sultanat außer einigen Siedlungen an der Küste und in den Oasen keinerlei Infrastruktur – nichts außer Wüste. Zu dem Zeitpunkt übernahm Sultan Qaboos die Herrschaft. Mit dem Geld aus den Ölgeschäften erneuerte er sein Land von Grund auf. Er gab (gibt) seinen Reichtum an seine Bevölkerung weiter und schuf eine Gemeinschaft der Zufriedenen. Das erfuhren auch wir durch ihre Gastfeundschaft, Aufgeschlossenheit und Freundlichkeit.

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Struktur im heutigen Oman:

  • gute  Krankenversorgung – Lebenserwartung ist aut 79 Jahre gestiegen
  • jedes Haus wird versorgt mit Strom und Wasser – jeder bekommt ein Grundstück geschenkt –
  • keine Steuern
  • Straßenbau,Flughäfen
  • Beamte: jeder möchte Beamter werden – arbeiten 6 Std am Tag – 5-Tagewoche , nach 20 Jahren geht man in Pension

Jeder Omani hat das Recht, den Sultan zu sprechen.Ab 1970 sind Frauen gleichberechtigt, sie machen heute 60% der Studierenden aus. Dennoch gebietet es die Tradition, dass die  Frauen sich zurückhaltend in der Öffentlichkeit zeigen.

Dies alles gilt für die Omanis. Sie machen 6o% der Gesamtbevölkerung aus. Aber auch an die Gastarbeiter   (vorwiegend aus Indien und Pakistan) wird gedacht.Sie erhalten einen Mindestlohn, eine Wohnung und auch 1x pro Jahr einen Heimflug.

Insgesamt herrscht ein politisch wie sozial harmonisches Klima.

Kein Wunder , dass die Unruhen des Arabischen Frühlings hier nicht zündeten. So positiv kann auch Alleinherrschaft aussehen, denn Demokratie ist nicht erkennbar. Nun macht man sich berechtigte Sorgen um den Gesundheitszustand des Sultans. Er hat keine Kinder. Die Nachfolge ist nicht geklärt. Wie geht es weiter im Sultanat Oman?

Nach diesem Exkurs zurück zur einwöchigen  Rundreise durch Oman, allerding nicht in chronogischer Reihenfolge.

 

Ein Beispiel für eine der Festungen

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Festung Nakhl

Oman wird von einem sehr lang gestreckten Gebirge durchzogen – bis zu 3000 m  hoch. Mit einem Geländewagen ging es zuerst auf einer Straße und dann weiter auf einer Geröllpiste zu einem Plateau auf 2000 m  mit einem herrlichen Blick in eine 1000 m tiefe Schlucht, dem “ Grand Canyon“ Omans.

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Ramy -unser Reiseführer

Ramy -unser Reiseführer

Später fuhren wir zu einer Oase mit Dattelpalmen und Bananen. Am Eingang die Verhaltensvorschriften dazu:

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In frühere Zeiten zurückversetzt fühlten wir uns bei den Besuchen von traditionellen Märkten. Auf demViehmarkt und auch  auf dem Fischmarkt waren die Abläufe ähnlich. „Waren“ werden angeliefert,erfahrene  Auktionatore schätzen jeweils die Preise dafür und warten dann auf die Angebote der Umstehenden durch Zuruf – und schon ist der Kauf perfekt.

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Fischmarkt

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Ein besonderes Highlight war die einstündige Fahrt in die Wahiba- Sandwüste mit Allradfahrzeugen. Nur mit stark vermindertem Luftdruck in den Reifen konnte es gelingen, auf der verwehten Piste zu dem „1000 Nights Wüstencamp“ zu kommen, wo wir in komfortablen Zelten mit Betten und eigener Dusche/WC  übernachteten. Einen Pool gab es auch. Abends wurden wir auf eine hohe Düne gefahren und warteten auf den Sonnenuntergang. Die Beduinen, die uns fuhren, kochten spontan Kaffee und so gab es statt Sekt – wie sonst üblich – als Sundowner eine Tasse arabischen Kaffee. (Alkohol ist in der Öffentlichkeit verboten.)

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Zum Programm gehörte  auch ein Besuch bei einer Beduinenfamilie. Es sind Halbnomaden.

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Einen sehr erholsamen Aufenthalt hatten wir im Wadi Bani Khalid.Wir nahmen ein erfrischendes Bad. Ramy empfahl den Frauen, sich hier in einem öffentlichen Bad mit einem T-shirt zu bedecken und sich somit den Gepflogenheiten in einem islamischen Land anzupassen. (In den Swimmingpools in den Hotels ist das nicht erforderlich.) Zu unserem Vergnügen knapperten in dem Wasser Putzerfische an unseren Füßen herum.

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Eine besondere Ehre wurde uns zuteil, als unser Fahrer Maged unsere kleine Gruppe zu sich nach Hause zum Lunch einlud. Es gab typische omanische Speisen: Reis,Gemüse,Huhn,Brot,Datteln (ein Grundnahrungsmittel) Kaffee,Süßigkeiten. Alles wurde auf dem Fußboden serviert und man hockte sich daneben. Uns Europäern wurde aber gestattet, auf dem Sofa Platz zu nehmen. Im Gegensatz zu unseren Frauen bekamen wir Männer  die Frauen des Hauses nicht zu sehen. Dafür aber die Kinder, zwei kleine Söhne, in dem für Männer typischen Gewand.

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Die beiden jungen Omanis wollten unbedingt ein Foto mit mir machen. Jeder Erwachsene hat mindestens 1o derartige Gewänder, die immer ganz sauber sein müssen.

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Die Rundreise endete in der Hauptstadt Maskat mit ihren ca. 900000Einwohnern. Auf einer Stadtrundfahrt konnten wir uns einen Eindruck von der Metropole verschaffen., auch ein Besuch in der Altstadt und dem Souk gehörten dazu. Besonderes Augenmerk verdiente aber die Sultan Qaboos Moschee. Damit hat  der Sultan sich und seinem Volk eine ganz besonders prächtige Moschee gegönnt.Sie ist mit acht Tonnen Swarowski-Kristallen und einem fast 4300 Qudratmeter großen handgeknüpften Teppich ausgestattet.Die Marmorfliesen sind aus Carrara. Nur vom Feinsten!

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Dieses Minarett ist das höchste Minarett des Landes (72 m). Der Sultan hat festgelegt, dass in seinem Sultanat kein Gebäude höher sein darf. Es gibt also in ganz Oman keine Wolkenkratzer.

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Für uns war die Reise noch nicht zuende. Wir hatten noch zum Ausklang für 3 Tage ein Hotel am Meer mit Privatstrand gebucht. Bei ungefähr 20 Grad Wassertemperatur nutzten wir die Zeit mit ausgiebigem Baden im Golf von Oman, im Pool und bei Strandspaziergängen, wobei Heidi eifrig auf Muschelsuche ging.

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Aber dann war auch für uns diese außergewöhnliche Reise zuende. Nach etwa 7 Std. Flug hat uns der Winter in Deutschland wieder begrüßt. sad

 

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Kappadokien und Türkische Riviera

Unsere Rundreise begann in Antalya und führte uns zuerst über das Taurusgebirge. Dabei mussten wir über einen  2000 m hohen Pass, was unserem Reisebus – einem älteren und deutlich untermotorisierten Exemplar – nicht leicht fiel. Die weitere Fahrt durch Mittelanatolien war nicht sehr abwechselungsreich. Die Landschaft ist eintönig, karg und dünn besiedelt. Wir konnten Halbnomaden mit ihren Ziegenherden beobachten. Wir waren froh, als wir am Abend unser Hotel beziehen konnten. Doch der folgende Tag sollte sich ganz anders gestalten.

Morgens um 5 Uhr vor Sonnenaufgang wurden wir abgeholt und zum Startplatz für die Heißluft – Ballonfahrt gebracht. Dicht nebeneinander wurden zahlreiche Ballons vorbereitet für den Start. Diese haben ganz andere Ausmaße als die, die wir bei uns kennen. Das ist auch notwendig, denn die Gondeln können ca. 20 Personen aufnehmen.

 

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Die Piloten waren absolute Könner.Wir stiegen auf und ab,und fuhren manchmal nur ca. 1 m über die Felsen hinweg. Wahnsinn! Dazu die grandiose Felsenlandschaft !

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Wir konnten an diesem Morgen über 70 Ballons gleichzeitig in der Luft sehen. Nach einer Stunde war die Fahrt vorbei. Dem Piloten gelang es, den Korb direkt wieder auf dem Anhänger abzusetzen. (Heidi klettert gerade heraus.) Das Vergnügen kostete pro Person 150 Euro, aber die waren wirklich gut investiert.

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In den 3 Tagen in Kappadokien wurden wir zu zahlreichen landschaftlichen Sehenswürdigkeiten gefahren. Im Laufe der Jahrtausende hatten Hitze und Kälte, Wind und Wasser aus dem   Tuffgestein (verfestigte Vulkanasche)  die skurrielsten Formen herausgearbeitet. Obendrein haben die Menschen in die Felsen Höhlen  gebaut: Wohnungen,  sogar unterirdische Städte und Kirchen. In der  bisher größten entdeckten unterirdische Stadt legten Forscher  8 Stockwerke für bis zu 30000 Menschen frei. Die Wohnungen, die in Ausnahmefällen auch noch heute genutzt werden,  dienten früher in erster Linie als Schutz vor Feinden. Sie waren aber auch beliebt, weil in ihnen eine ausgeglichene Temperatur herrschte. Im Sommer wird es hier bis zu 40 Grad heiß, im Winter bis zu -30 Grad kalt. ( Wir konnten es im September bei einer trockenen Wärme von 25 -30 Grad in ca. 1200 m Meereshöhe ganz gut aushalten.)

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Nach diesen Tagen voller schöner Ausblicke legten wir auf der Rückfahrt  zur Türkischen Riviera einen Zwischenstopp an der berühmten Karawanserei Sultanhani ein. An den alten Handelsstraßen wurden alle 30 bis 40 km solche Karawanserein eingerichtet. Menschen und Tiere konnten darin rasten und Schutz suchen. Diese hatte riesige Ausmaße und bot wohl   Hunderte Übernachtungsplätze.

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Zurück in Antalya stand eine Stadtbesichtigung und eine Bootsfahrt auf dem Programm. Hier am Meer war das schwüle Klima deutlich spürbar und schnell suchten wir immer wieder schattige Plätze auf, auch zum Mittagessen, allerdings nicht in der bekannten Kebabgasse.

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Am nächsten Tag stand der Transfer  nach Alanja an –  eine Woche Badeurlaub in einem kleinen Stadthotel 200m vom Meer enfernt. Zum ersten Mal auf unseren Reisen war uns „All Inclusive“  vergönnt! Wir haben es gut „überstanden“ und konnten unser Gewicht  gut halten, das bestätigte unsere Waage zuhause. Übrigens haben wir die ganzen 14 Tage zum Glück keine Magenprobleme bekommen.

Wir wohnten ca. 3 km vom Stadtzentrum entfernt, konnten es aber mit dem Bus und  auch zu Fuß auf einer sehr hübschen Promenade erreichen. Beherrscht wird  die Stadt von einem alles überragenden Burgberg mit der Altstadt darum. Die Burg hat allerdings nur noch Mauerreste zu bieten. Man hat aber von oben einen herrlichen Blick auf die Stadt und den Hafen, in dem zahlreiche Schiffsnachbauten auf Gäste warten

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Da wir all die Tage Seewind hatten, machte das Baden in den bis zu 1,50 m hohen Wellen besonders viel Spaß und doch sind Heidi und ich der Meinung, dass 3 Tage Strandurlaub uns auch gereicht hätten.

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Damit schließt sich unser Reisejahr 2015, aber neue Ziele für 2016 sind schon gesteckt.

 

 

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Deutsche Alpenstraße

Diese Ferienstraße führt vom Bodensee bis zum Königssee bei Berchtesgaden. Natürlich kann man diese Strecke nicht in 14 Tagen „erledigen“, zumal ja auch das Wandern im Vordergrund steht. Unsere Stationen waren Oberstdorf, Bad Hindelang, Grainau und Mittenwald. Während es in den ersten Tagen noch recht kühl und regnerisch war, z. B auf dem Nebelhorn bei Oberstorf oder an  der Ski-Flugschanze,

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so besserte sich doch das Wetter erheblich: Es wurde immer wärmer bis zu 30 Grad.

Eindrücke aus Bad Hindelang:

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Kreativer Holzstapel

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In Grainau waren wir froh, dass wir einen schattigen Stellplatz ergattern konnten, um den uns wohl viele beneideten. Mit Blick auf die Zugspitze waren wir hier für 5 Tage  sehr gut aufgehoben. Von den Unternehmungen dort möchte ich vornehmlich berichten.

Der morgentliche Blick zur Zugspitze und der Wetterbericht versprachen einen sonnigen Tag –  also auf zur Zugspitze. So dachten aber nicht nur wir, sondern unzählige andere Gäste. An der Talstation der Seilbahn mussten wir uns in die Warteschlange für ca. 1,5 Std. einreihen, bis es endlich hochging. Da es auch in Österreich noch eine Seilbahn gibt und obendrein die Zugspitzbahn (Diese Zahnradbahn fährt weitgehend im Berg hoch.), kann man sich vorstellen, welches Gedränge oben herrschte.

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Ich erinnere mich gut an meinen ersten Urlaub mit meinen Eltern in Grainau  1957 und auch an die Fahrt auf die Zugspitze (2962 m). Wir blickten hinunter auf das Zugspitzblatt und konnten die zahlreichen Skifahrer beobachten. Diesmal gab es kaum Schnee – Skifahren war überhaupt nicht möglich.

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Unterhalb des Zugspitzmassivs liegt übrigens der Eibsee, den wir auf einer zweistündigen Wanderung umrundeten. Damals (1957) war das ganze Gebiet Sperrzone. Das Hotel am See war Amerikanern vorbehalten.

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Mit Hilfe von der Alpspitzbahn und der Kreuzeckbahn haben wir die Bergwelt bei Garmisch -Partenkirchen weiter erwandern könne.

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Eigentlich bevorzugen wir es, bergauf statt bergab zu gehen, weil das die Knie nicht so belastet. An diesem sehr warmen Tag machten wir es umgekehrt. Wir fuhren mit der Alpspitzbahn auf 2050 m. Dort hat man eine spektakuläre , beinahe 1000 m über dem Abgrund  ragende Plattform (Alpspix) gebaut, von der man tolle Aus- und Tiefblicke auf die Bergkulisse hat.

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Von hier führt ein gut ausgebauter Wanderweg über die Hochalm hinunter zum Berggasthof Kreuzeckhaus (1650 m) und mit der Bahn wieder ins Tal. Ein herrlicher Tag!

Nach einem weiteren Aufenthalt bei Mittenwald waren wir nach fast zwei Wochen „bergmüde“. Wir meinten,  Radtouren  im Altmühltal wären eine schöne Abwechselung. Dort war es aber unertäglich heiß, sodass an Radfahren gar nicht zu denken war. Nach nur einer Übernachtung ging es nach Hause.

 

 

 

 

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Zur Müritz und zur BUGA 2015

Nach Pfingsten waren wir für eine Urlaubswoche in Waren an der Müritz. Seit unserem ersten Besuch dort 1991 hat sich das  Erscheinungsbild erheblich verändert. Die Stadt ist jetzt eine Touristenhochburg. Die unzähligen Seen und Moore, urwüchsigen Wälder und der unmittelbar an das Stadtgebiet grenzende Müritz-Nationalpark machen Waren zu einem beliebten Urlaubsort. Die Müritz hat eine Wasseroberfläche von 117 km² und ist damit der größte Binnensee Deutschlands. (Am Bodensee haben ja auch Österreich und die Schweiz Anteile.) Mit unserer langjährigen Freundin Babsi waren wir hier verabredet, um ausgiebig die Natur zu genießen.  Wir konnten z.B. Fischadler beobachten, die ihren Horst auf Hochspannungsmasten gebaut haben. Man erzählte uns, dass es dort für die Vögel viel ruhiger wäre als auf wankenden Baumwipfeln.
In 3 Etappen ist es uns gelungen, mit dem Rad  den See zu umrunden. Das wurde möglich, weil  Busse mit Fahrradanhängern die jeweilige Rückkehr nach Waren erlaubten. Auch die Schiffe nehmen die Räder mit.
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Als zweiten Standort unserer Kurzreise hatten Heidi und ich Havelberg am Zusammenfluss von Elbe und Havel ausgesucht. Dort und in 4 weiteren Orten entlang der Havel findet zur Zeit die Bundesgartenschau statt. In Havelberg überragt der gewaltige Dom die Stadt.
Um ihn herum ist ein Schwerpunkt der Schau.

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In 25 km Entfernung von Havelberg ist in  Stölln  ein Flieger-  und Landschaftspark aufgebaut. Auf dem kleinen Flugplatz hat Lilienthal seine ersten Flugversuche gewagt.
Die Bürgermeisterin des Ortes wünschte sich 1989, dass auf dem  ehrwürdigen Fluggelände ein modernes Verkehrsflugzeug stehen sollte. Der Wunsch sollte in Erfüllung gehen. Heute steht dort eine russische IL 62. In einem Film wird den Besuchern die Realisierung gezeigt. Die nur ca. 9oo m lange Graspiste musste verfestigt werden, das Flugzeug  entlastet werden und mit Hilfe einer besonderen Landetechnik bei optimalen Wetterbedingungen gelang die Landung  auf der an sich viel zu kurzen Bahn ( üblich für so ein Flugzeug sind mindestens 2000 m )

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Am besten hat uns die Gartenschau in Rathenau gefallen. HIer hat man 2 schon vorhandene Parks  gärtnerisch neu gestaltet und durch eine 350 m lange und kühn geschwungene Brücke miteinander verbunden. Ein toller Anblick!

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Die BUGA – Orte Premnitz und  Brandenburg haben wir nicht mehr besucht.

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Sonneninsel Sizilien

Dieser Bezeichnung, die man immer wieder in den Prospekten findet,können wir nur zustimmen. Im Laufe unserer Urlaubswoche zeigte sich die Sonne jeden Tag von morgens bis abends und auch die Temperaturen steigerten sich dementsprechend bis auf 33 Grad.

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Am ersten Ausflugstag unserer Busrundreise hatten wir das Ziel schon von Weitem vor Augen: Schneebedeckt ragte der  Gipfel des Ätna mit seinen 3300 m in den blauen Himmel. Auf unserer Vulkantour fuhren wir von unserem Hotel bei Syrakus durch fruchtbare Landschaften hinauf auf ca. 2000 m bis zum Silvestrikrater, der von einem Ausbruch aus dem 19. Jahrhunder stammt. Eine bizarre Landschaft, die an Aufnahmen vom  Mond erinnert.

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Weiter ging es nach Taormina. Das kleine Städtchen liegt auf einer Bergflanke und bietet einen herrlichen Ausblick sowohl auf den Ätna als auch über den Golf von Giardini – Naxos. Es ist die Touristenhochburg der Insel und war deswegen am 1. Mai – auch ein Feiertag in Italien – sehr überlaufen.

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Am nächsten Tag ging es von Syrakus aus in den Süden über Ragusa, einem schönen Barockstädtchen,  ins Tal der Tempel von Agrigent. In diesem Weltkulturerbe erwarteten uns fast ein Dutzend griechische Tempel aus dem 6.Jahrhundert v. Chr. Übrigens wurde Sizilien im Laufe der Geschichte nicht nur von den Griechen erobert und besiedelt, sondern auch u.a. von den  Phöniziern, Römern, Arabern, Normannen. und Staufern. Diese  antike Anlage inmitten von Mandel- und Olivenhainen hatten schon etwas Besonderes. Ein Olivenbaum fiel besonders ins Auge – ca. 2000 Jahre alt. Er spendete Schatten,den wir sehr  gern ausnutzten ( ganz links unter dem Baum steht übrigens Gisela, die uns – wie auch nach Istanbul – begleitete).

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Für  die nächsten 3 Nächte war unser Quartier  in der Nähe von Palermo. Von dort aus starteten wir am frühen Morgen nach Monreale mit seinem prächtigen Dom. In ihm erzählen zahlreichen byzantinische Goldmosaike auf insgesamt einer Fläche von 6500 m ² bedeutende Geschichten des Alten und des Neuen Testamentes. Sie gelten als die größte Bilder-Bibel der Welt.
Der Tag wurde abgerundet mit einer ausführlichen Stadtrundfahrt durch die ehemalige Königsstadt Palermo.

Am darauffolgenden Tag verzichteten wir auf den optionalen Ausflug in den Südwesten der Insel und legten  einen Ruhetag in der  modernen Hotelanlage ein, von der man einen herrlichen Blick auf die Bucht hatte. Nach einem Spaziergang entlang der Küste, einem leckeren  Mittagessen in einer Taverne erholten wir uns im Meer und im Pool.
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Danach waren wir wieder fit für den Ausflug in das beliebte Seebad Cefalu, das für seine schöne Altstadt und den Normannendom berühmt ist. Weiter ging es ins Landesinnere zur Villa Romana bei Piazza Amerina. Die römische Luxusvilla ist vor allen Dingen wegen ihre gut erhaltenen Mosaike zum Weltkulturerbe ernannt worden. Besonders überrascht und erfreut hat uns das Mosaik mit den Bikinimädchen.

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Zurück in das Resort bei Syrakus gönnten wir uns am vorletzten Tag unserer Reise noch einmal Erholung, denn inzwischen ließen die Temperaturen über 30 Grad kaum etwas anderes zu. Eine Bustour in den Südosten schien uns zu anstrengend. Wir faulenzten lieber am Strand.

 

 

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China – ein Land voller Gegensätze

20 Tage waren wir mit einer Gruppe von 17 Personen in diesem riesigen Land unterwegs. Natürlich haben wir nur einen kleinen Teil davon gesehen, doch interessante Eindrücke gab es reichlich. Die Rundreise begann in Peking undd endete in Shanghai. Befürchtungen, dass dies vielleicht zu anstrengend für uns sein könnte, bewahrheiteten sich nicht, obwohl wir in diesen knapp 3 Wochen insgesamt fast 6000 km zu Lande, zu Wasser und in der Luft ( 3 Inlandflüge) zurücklegten. Besichtigungsprogramm und Ruhephasen wechselten sich ab. Vor allen Dingen die 3-tägige Kreuzfahrt auf dem Yangtze war diesbezüglich sehr angenehm.
Laut Wetterbericht war fast immer Sonne vorhergesagt – sie ließ sich aber häufig nur erahnen. Smog!! Er war spürbar und sichtbar in allen großen Städten und ließ erst im Süden des Landes nach. Abgesehen von einem kurzen Kälteeinbruch ( 15 Grad) waren die Temperaturen meistens zwischen 20 und 25 Grad – schwülwarm.
Der Smog ließ uns Fotografen ein bisschen verzweifeln, denn gestochen scharfe Aufnahmen waren kaum möglich. Im folgenden habe ich versucht, die unzähligen Eindrücke und dementsprechend vielen Aufnahmen zu bündeln und zu gliedern.
Die Reise lief unter dem Titel „Höhepunkte Chinas“. Diese führe ich nur kurz auf, denn über sie gibt es zahlreiche Literatur.
Auf dem Platz des Himmlischen Friedens (Tiananmen – Platz) in Peking ( 20 Mio. Einw.) finden unter Maos Augen die Aufmärsche und Paraden statt.Er ist auch der Zugang zur Verbotenen Stadt und dem prachvollen Kaiserpalast.

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Vor den Toren der Stadt gehört die Gartenanlage Sommerpalast auch zu den Unesco – Kulturerben. Das Marmorschiff mit Schaufelrädern sticht besonders ins Auge.

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Für einen Tagesausflug ging es zu der mit Spannung erwarteten Großen Mauer. Wie überall waren hier Menschenmassen unterwegs.Erst als Heidi und ich mühsam und schweißtreibend den dritten Wachtturm und damit ca. 300 Höhenmeter geschafft hatten, lichteten sich die Reihen. Erschwerend kam hinzu, dass einzelne Stufen 40 bis 50 cm hoch sind. Nach dieser sportlichen Leistung stellten wir uns mit unserer Reiseleiterin in Positur.

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Natürlich wurde uns auch das Olympiagelände mit dem Stadion „Vogelnest“ gezeigt.

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Von Peking ging es nach Xian (9 Mio. Einw.). Natürlich hat man von der Terra-Kotta-Armee gehört. Aber wenn man durch die riesigen Hallen geht und auf die insgesamt 7000 Tonfiguren schaut,kommt man aus dem Staunen nicht heraus. Jede Figur ist ungefähr 1,80 m groß und mit individuellem Gesichtsausdruck. Das Grab entdeckt hat vor 40 Jahren zufällig ein Bauer beim Brunnenbau. Seitdem ist er ein berühmter Mann, ist täglich auf dem Gelände und lässt sich gegen Geld fotografieren, z. B. mit Egbert aus unserer Gruppe. Der Bauer hat es inzwischen zu betächtlichem Reichtum gerbracht.

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Zu einer Chinarundreise gehört natürlich auch eine Kreuzfahrt auf dem Jangze. Wir fuhren von Yichang nach Chongqing über 600 km flussaufwärts. Chongqing hat 30 Mio. Einwohner und ist damit die größte Stadt Chinas. Erster Anlaufpunkt war der Drei-Schluchten-Damm mit seinen gewaltigen 5 Schleusen und 26 Turbinen. Dieses auch in China umstrittene Bauwerk mit einer Länge von 1983 m ( im Dunst nur zu erahnen) und einer Höhe von 185 m staut den Fluss zu einem See von 630 km Länge. Dazu mussten 2 Mio. Menschen in höher gelegene Gebiete umgesiedelt werden. Die Hochwassergefahr ist gebannt, Energiegewinnung ist notwendig, Schifffahrt ist möglich, aber die ökologischen Folgen sind noch nicht absehbar.
Mit kleineren Booten sind wir von unserem Kreuzfahrtschiff aus auch in kleinere Schluchten gefahren.Obwohl der Wasserspiegel durch den Damm um 110 m angehoben wurde, boten sich uns doch grandiose Ausblicke mit bizarren Felswänden.

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In Chengdu (14 Mio. Einw.) warteten 2 weitere Highlights auf uns. Zum einen die größte sitzende Buddha-Statue und die Panda-Aufzuchtstation.
Vom Buddha haben wir nur den gewaltigen Kopf gesehen. Es war schwierig , über die Köpfe der unzähligen Besucher hinweg einen freien Blick zu haben. Um die ganze Figur ganz zu erfassen, hätten wir hinabsteigen müssen. Aber das haben wir uns bei den Menschenmassen verkniffen. Ähnlich voll war es bei den Pandas.

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Nicht alle China-Rundreisen haben den Li – Fluss im Süden des Landes im Angebot.( Übrigens trennt der Jangze Nord- und Südchina.) Aber der Flug dahin bescherte uns einen wunderschönen Tag mit Sonne und wenig Smog. Am Vormittag unternahmen wir eine Bootsfahrt auf dem Fluss und konnten die so herrlichen Karstberge bewundern.Diese einmalige Landschaftsform ist Weltnaturerbe und dehnt sich bis nach Vietnam hinein. Am Fluss konnten wir zahlreiche Wasserbüffel beobachten, die in dieser Jahrezeit „Urlaub“ von der Arbeit auf den Reisfeldern haben ( in Südchina 2 Ernten pro Jahr). Nachmittags starteten wir zu einer Radtour durch die Felder entlang des Li – Flusses und konnten hautnah das Leben auf dem Lande erkunden. Herrlich!

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Auf Shanghai gehe ich später ein. Jetzt möchte ich erst einmal versuchen , die Städtelandschaft zu beschreiben ,soweit mir das als Tourist als Langnase, wie Europäer dort bezeichnet werden – möglich ist.
Es gibt sie noch, die Altstadtviertel in Peking. Auf einer Rikschafahrt konnten wir Einblicke in dieses Leben gewinnen. Aber immer mehr müssen diese Hutong ( Gassen) dem Bauboom weichen. Überall in den großen Städten und vor allem an ihren Rändern sind ganze Hochhauslandschaften entstanden – einförmig und hässlich. Es wird überall gebaut. Häuser, Straßen, U-Bahnen. Bei allen Baumaßnahmen sind Wanderarbeiter im Einsatz. In Shanghai sollen es 8 Mio. sein. Wie überall in der Welt wollen die Menschen in die Stadt. Wer über den sozialen Wohnungsbau eine neue Wohnung zugewiesen bekommt,hat einen wichtigen Schritt in eine scheinbar bessere Zukunft gemacht.
In diesen Hochhäusern gibt es Fahrstühle erst ab der 7. Etage. Oft müssen sich 4 Familien eine Toilette und eine Kochstelle teilen.Geheizt wird ab dem 15. Oktober. Die Regierung hat außerdem festgelegt, dass das nur für den Norden gilt. In Südchina gibt es keine staatliche Heizungsperiode, obwohl es dort auch unangenehm kühl wird.
Die öffentlichenToilettenanlagen werden in China „Harmoniehalle“ genannt. Die Hygiene darin ist sehr unterschiedlich.

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Es gibt aber auch die schönen Seiten in den Städten, in Peking z. B. viel Blumenschmuck wegen des gerade erst begangenen Nationalfeiertages. Die Chinesen lieben die abendlichen Lichteffekte, deswegen werden viele Bauwerke angestrahlt. Eine Lichtshow mit ganz unterschiedlichen Motiven auf einer riesigen Videowand oberhalb einer Einkaufspassage war schon sehr spektakulär.

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Die folgenden Bilder beschreiben situativ den Alltag in China. Vorab ist festzustellen, dass die Chinesen viel arbeiten müssen. Ihnen stehen im Jahr nur wenige Tage Urlaub zur Verfügung, nämlich zum Frühjahrsfest und nach dem Nationalfeiertag am 1. Oktober. Die Rente beginnt allerdings recht früh: Männer mit 60, Frauen mit 50 Jahren. Dann kümmern sie sich um die Enkelkinder, halten sich fit mit viel Bewegung, übernehmen kleine Jobs als Straßenfeger – in den Städten ist es deshalb sehr sauber – oder als Parkplatzwächter.
Auf vielen Plätzen treffen sich abends Fauen( Männer sind dabei seltener zu beobachten), irgendjemand hat einen Lautsprecher mitgebracht, sehr laute , auch westliche Musik erklingt und es wird in Formationen getanzt.

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In der Volksrepublik China wird der Religion überraschend viel Raum gewährt. Die meisten Tempel und Klöster mit ihren Pagoden und Heiligtümern sind buddhistisch.Aber der Chinese geht pragmatisch damit um: Je nach Bedarf richtet sich sein Gebet an diesen oder jenen Buddha oder Heilsbringer,dazu werden Glocken geschlagen oder Kerzen gezündet.

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Verkehr gibt es reichlich in den Städten. Verkehrsregeln soll es auch geben, aber niemand hält sich daran. Zebrastreifen z.B. sind aufgezeichnet, doch eine Sicherheit für die Fußgänger besteht nicht. Man ist immer froh,unbeschadet eine S
traße überquert zu haben. Unfälle haben wir allerdings nur ganz vereinzelt beobachten können, sehr erstaunlich.
Fahrräder sind seltener geworden. Dafür sind Mofas und Motorroller in allen Variationen vorherrschend. Alle sind mit Akku ausgestattet. Ein Glück – sonst wären der Krach und die Abgase wohl nicht auszuhalten. Hinzu kommt, dass die bei Dunkelheit alle ohne Licht fahren. Andererseits gelten strenge Gesetze. Einmal bei Rot über die Ampel fahren, kostet 6 Strafpunkte . Mit 12 Punkten ist der Führerschein weg. Doch die Chinesen nehmen das flexibel: Man kann sich von Freunden oder Verwandten neue Punkte kaufen oder leihen.
Staus aufs allen Straßen! In Peking dürfen deshalb an manchen Tagen nur die Autos mit geraden Kennziffern, an den anderen Tagen die mit ungeraden Ziffern fahren. Die Lösung: Wer es sich leisten kann – und sehr viele können das – hat 2 Autos mit unterschiedlichen Endnummern.

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Im Eisenbahnverkehr werden Schnellzüge mit 305 km/h eingesetzt. Bahnhöfe haben immense Ausmaße, wie der in Hangzhou.Diese Stadt (8 Mio. Einw.) südlich von Shanghai hat uns besonders gut gefallen: Nicht so viele Hochhäuser, dafür schöne Parkanlagen und der idyllische Westsee.

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Über die chinesische Esskultur wird viel spekuliert. Wir sind mit europäisch-chinesischem Essen vewöhnt worden und haben es immer gut vertragen. Bei den Mahlzeiten saßen wir immer um einen runden Tisch mit 9 Personen. In der Mitte stand eine drehbare Glasplatte, auf der alle Speisen serviert wurden. Jeder bediente sich nach Belieben. Das empfanden wir als sehr angenehm. Auf diese Weise verköstigten wir auch Spezialitäten wie Pekingente, Maultaschen und Feuertopf.

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In den Auslagen der vielen Garküchen sahen wir aber auch neben ganz leckeren Gerichten etliche Speisen, die wir dann doch lieber nicht probiert haben.

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Für den schnellen Imbiss zwischendurch boten sich verschiedenen Suppentöpfe an. Man gießt heißes Wasser dazu, wartet ein wenig und fertig ist eine leckere Nudelsuppe. Heißes Wasser kann man überall umsonst an Raststätten oder auch im Zug bekommen. Die Chinesen brauchen es auch zum Teeaufguss. Übrigens haben wir das Essen mit Stäbchen nie beherrscht. In den Hotels wurden immer Gabeln gereicht. Wir hatten sie vorsichtshalber stets im Handgepäck. In den Genuss der Suppe mit den langen Nudeln kommt man übrigens ohne zu schlürfen und zu kleckern nicht.

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Ein Highlight folgt noch – Shanghai (23 Mio. Einw.) – das Symbol des enormen Wirtschaftswachstums Chinas, am deutlichsten zu bestaunen am Bauboom in Pudong: Wolkenkratzer an Wolkenkratzer – einer gewaltiger, schöner und höher als der andere. Um uns einen Überblick zu verschaffen, fuhren wir auf den Jin Mao Tower zu einer Plattform in 340 m Höhe. Der Aufzug schaffte 9 m pro Sekunde. Dort waren wir ganz nah am „Flaschenöffner“ und an dem noch im Bau befindlichen Shanghai – Tower. Er soll 630 m hoch werden, fast ist die Höhe erreicht. Keine Täuschung: Das Bauwerk ist in sich verdreht.Ein weiteres Markenzeichen ist der Oriental Pearl Tower – der Fernsehturm ist 468 m hoch. Ein Drehrestaurant und verschiedene Plattformen bieten tolle Aussichten. Natürlich werden alle Gebäude nachts illuminiert, z.T mit wechselnden Farben.

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Am nächsten Tag brachte uns der Transrapid mit 430 km/h zum Flughafen Shanghai. Für die 31 km brauchte er knapp 8 Minuten. Nach diesen unvergesslichen Momenten warteten ca. 12 Stunden Rückflug nach Frankfurt auf uns.
Wir sind uns einig: China ist eine Reise wert.

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