Telgte ist einer der ältesten Orte im Münsterland, in dem das mittelalterliche Erbe heute noch sichtbar und es zugleich eine moderne, lebendige Stadt mit ca. 10000 Einwohnern ist.
Mittelpunkt der Stadt ist natürlich der Marktplatz. Auf ihm steht als eines von 10 Kuntwerken der Stadtausrufer. Er heißt witzigerweise Herr Sauerland.
Folgt man einer Kulturspur in der Stadt
entdeckt man z. B. an einem Brückenpfeiler über die Ems eine kleine bronzene Eule als Sinnbild der Weisheit, die Muschel, die den Jakobsweg kennzeichnet, und andere Sehenswürdigkeiten bei einem Rundgang.
Die Kapellenstraße verbindet den Marktplatz mit dem Hauptanziehungspunkt der Stadt, den Gebäuden des sogenannten Telgter Dreiklangs. So wird das Gebäudeensemble aus Probsteikirche St.Clemens, barocker Wallfahrtskapelle und Museum RELIGO – dem Westfälischen Museum für religiöse Kultur – bezeichnet.
Die Wallfahrtskapelle beherbergt den Hauptanziehungspunkt der Telgter Wallfahrt, das Gnadenbild der Gottesmutter. Es entstand um 1370 und ist aus Pappelholz geschnitzt.
Im Museum RELIGIO kann man viel über die Religionen der Welt erfahren
Das bedeutendste Ausstellungstück ist das Telgter Hungertuch.(7,40 m /4,40 m) Während der Fastenzeit wurde es in der Kirche vor dem Altar und dem Priester aufgehängt, sodass die Gläubigen keinen Einblick hatten. Am Karsamstag wurde es wieder abgehängt. Bis dahin mussten sie „hungern“.
Die Stadt hat auch sonst viel zu bieten, wie der Veranstaltungskalender zeigt.
Daher erklären sich auch die vielen Geschäfte und Restaurants in der Innenstadt.
Wir waren nicht als Pilger nach Telgte gekommen, sondern wir hatten die Stadt als Ausgangspunkt für Radtouren ausgewählt. 7 Flyer mit Radrundtouren unterschiedlicher Länger standen zur Auswahl. Wir entschieden uns für eine Tour von 24 km durch Wald, Wiesen und entlang der Ems. 
Entlang der Knotenpunkte konnten wir uns gut orientieren. Die Ems ist vor einiger Zeit renaturalisiert worden. So ging es z. T. durch eine herrliche Auenlandschaft.
Es ist schon sehr überraschend, dass auf diesem Fluss ab Papenburg dann riesige Kreuzfahrschiffe fahren.
Das Wetter in der ersten Juniwoche war wirklich nicht gut. Gewitter und Starkregen mit wenigen sonnigen Abschnitten! Das bekamen wir schon am ersten Tag zu spüren. Wir saßen abends in einem urigen Kellergewölbe eines Restaurants. Draußen gab es wohl ein Gewitter mit Starkregen. Mit einem Mal strömte durch ein Kellerfenster ein Wasserschwall. Das gesamte Personal kämpfte dagegen mit Tüchern und Eimern an – mit Erfolg. Wir saßen weit ab und im Trockenen. Auf das Essen mussten wir dafür etwas länger warten, aber es war gut. Am nächsen Tag fanden wir den Zugang, inzwischen provisorisch abgedeckt.
Nach einem weiteren Tag auf Rädern verzichteten wir wegen der ungewissen Wetterlage auf längere Ausflüge. und erkundeten die Stadt (s.0.).
Am Fronleichnam fuhren wir mit dem Auto – es war wieder Regen angekündigt – nach Warendorf. Dort wollten wir das Westfälische Landesgestüt besichtigen, aber am Feiertag war es leider geschlossen. so machten wir einen Spaziergang durch die Innenstadt.
Das Warendorf eine Pferde- und Reiterstadt ist, wird an vielen Stellen deutlich.
Trotz der widrigen Bedingungen behalten wir Telgte und Umgebung in guter Erinnerung. Für Radfahrer ist die Stadt ein guter Ausgangspunkt. Wir konnten es leider nicht so nutzen.
































































































































































































