Ein Wochenende in Weimar

Da wir noch einen Hotelgutschein einzulösen hatten, entschieden wir uns für ein Wochenende in Weimar.

Am Anreisetag fuhren wir gleich in den Süden der Stadt zum Schloss Belvedere. Herzog Ernst August von Sachsen Weimar und  Eisenach ließ hier ab 1720 diese eindrucksvolle Sommerresidenz mit Schloß, dem Russischen Garten und Orangerie errichten. Es beherbergt heute u.a. ein Musikgymnasium. Leider konnten wir die Orangerie nicht betreten, da schon  fast alle Pflanzenkübel zum Überwintern dort untergestellt waren.

 

Am Samstag – ein herrlicher sommerlicher Herbsttag – nahmen wir an einer Stadtführung teil.  Elf klassische Stätten Weimars wurden 1998 in die Welterbeliste der UNESCO aufgenommen, die wir natürlich nicht  alle in der kurzen zur Verfügung stehenden Zeit aufsuchen konnten.

Stadtschloß bzw. Residenzschloß

Schnell wurde uns klar, dass diese Residenzstadt eine Kulturstadt besonderer Ausprägung ist.Das Leben und Wirken Goethes stand im Mittelpunkt des Vortrages. Aber genauso verbrachten Wieland , Schiller, Bach,Liszt etliche Jahre in der Stadt.Auch Lucas Cranach eröffnete hier seine Malwerkstatt.

Cranach Haus

In der Stadtkirche Peter und Paul steht der berühmte  dreiflügige Altar von Lucas Cranach d. J. als Zeugnis der Reformation.

Luther

Das bekannte Goethe – Schiller – Denkmal war wegen einer Reinigung gerade verhüllt  – deswegen kein Foto.

Das schöne Wetter lud uns auch zu einem Spaziergang in den Landschaftspark an der Ilm ein. Wenige  Monate nach seiner Ankunft in Weimar bezog Goethe das kleine Gartenhaus in der Ilmaue. Dort lebte er bis zu seinem Umzug in die Stadt.

Im Stadthaus mit Garten wohnte er zuerst als Mieter , später als Eigentümer 50 Jahre lang bis zu seinem Tode 1832.

( Besichtigt hatten wir beide Häuser schon bei einem früheren Besuch der Stadt.)

Weimar hatte nicht nur in der KLassik große Bedeutung, sondern war auch in den 20er Jahren geschichtsträchtig. Die älteste Bauhaus – Sammlung der Welt wurde ab 1920 von Walter Gropius angelegt. Etliche Gebäude zeugen von der Zeit.

Im Deutschen Nationaltheater tagte 1919 das erste frei gewählte Parlament – die Nationalverasammlung – und verabschiedete die erste demokratische Verfassung für Deutschland. Nach dem Gründungsort nennt man die junge Demokratie  „Weimarer  Republik“. Wir besuchten das „Haus der Weimarer Republik“. Die Ausstellung vermittelt einen guten Eindruck von der Zeit zwischen 1918 und 1933.

Danach wurde Weimar von den Nationalsozialisten vereinnahmt. Hitler hat die Stadt wohl 40 mal besucht – Sie sollte eine NS- Musterstadt werden. Es wurden Parteitage abgehalten und ein GAU- Forum mit Aufmarschgelände errichtet. In unmittelbarer Nachbarschaft entstand das KZ Buchenwald. (Heute eine Gedemnkstätte, die wir auch früher einmal besucht hatten).

Auf der Rückfahrt am Sonntag legten wir einen Zwischenstopp in Erfurt ein. Ein Spaziergang durch die wunderschöne Altstadt führte uns u.a. zur Krämerbrücke.Sie ist das Wahrzeichen der Stadt und gilt als die längste durchgehend mit Häusern bebaute  Brücke Europas und war Teil des Handelsweges  Via Reggio. Heute findet man auf ihr kleine Läden und Galerien.

Die Gera in Erfurt

Krämerbrücke über die Gera

 

 

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Sylt

Mit dem Autozug über den Hindenburgdamm und den E-Bikes im Gepäck ging es auf die Insel Sylt – für uns zum ersten Mal.

 

Unsere gemütliche Ferienwohnung lag sehr günstig in Westerland in einer ruhigen Wohngegend und dennoch nur  jeweils 5 Gehminuten zum Strand bzw. zum Stadtzentrum. Unser Frühstück konnten wir  immer auf einem kleinen Ostbalkon mit Strandkorb einnehmen.

Das war die ganze Woche über möglich, denn die Sonne verwöhnte uns bei ca. 22 Grad – allerdings bei frischem Ostwind. Auch wegen  einer leichten Erkältung meinerseits verzichteten wir auf das Baden und erkundeten  stattdessen ausgiebig die Insel.

Westerland ist ein sehr städtisch geprägter Ort mit langem Strand und einer Promenade. Dort hielten wir uns lediglich für Besorgungen oder zu einem Spaziergang am Spätnachmittag auf.

Somit nutzten wir die zentrale Lage der Stadt zu Radausflügen auf der wunderbaren Insel. Das Radwegenetz ist relativ gut ausgebaut und beschildert. Mit den E-Bikes konnte uns auch der  schon erwähnte Ostwind nicht bremsen.

Erstes Ziel war Kampen. Es liegt inmitten einer wunderschönenNaturlandschaft mit Dünen,Watt,offener Nordsee, Kliff und Strand. Kein Wunder , dass der Ort so angesagt war/ist.

Durch den weitläufigen Ort machte wir zu Fuß einen Spaziergang  durch  das Dünengelände und entlang prachtvoller Villen. Natürlich suchten wir vergebens nach Namensschildern. Überhaupt sahen wir kaum Leute. Die Besitzer waren nicht vor Ort. Lediglich zahlreiche Gärtner waren in den z.T. parkähnlichen Gärten bei der Arbeit.

Natürlich hat auch das Vogelhäuschen ein Reetdach

Weiter im Norden gelangt man nach List, der nördlichsten Gemeinde in Deutschland. Noch fallen die ehemaligen Kasernengebäude auf (Militärstandort bis 2007), aber das Ortsbild hat sich vor allem rings um den Hafen zu einem Martkt mit Shopping- und Gastromail verändert.Dieses pulsierende Zentrum hat List dem „Fischkönig“ Jürgen Gosch zu verdanken. Aus seiner kleinenFischbude hat sich eine Eventgastronomie entwickelt. Die alte Bootshalle gleicht einem maritimen Hofbräuhaus. Wir speisten lieber  nebenan in einer kleinen Gaststätte – natürlich Meeresfrüchte.

 

 

 

Ganz in der Nähe findet man die letzten Wanderdünen Deutschlands. Der kräftige Westwind lässt sie im Jahr etwa 4 m nach Osten wandern.Das auch Sylter Sahara genannte Gelände steht unter Naturschutz und darf nicht betreten werden. Von einer Umgehungsstraße aus kann man sie aus der Ferne betrachten.Die größte Düne ist ca. 35 m hoch.

Der erste Sylter Bahnhof,  den ein vom Festland kommender Zug erreicht, ist Morsum. Viel bekannter ist aber das Morsumer Kliff, das unter Naturschutz steht.Wenn man am Fuße des Kliffs entlanggeht, sieht man, dass der Abhang aus unterschiedlichen Materialien aufgebaut ist. Allerdings haben starke Stürme schon etliche Meter des Kliffs abgetragen.

Zum Naturschutzgebiet gehört auch die Heidelandschaft.

Kuriositäten  am Fahrradweg

Zebra?

Blumen in einer Glaskugel vor einem Atelier

Auf einer Radtour in den Süden der Insel kamen wir an einer Sammelstelle für Tetrapoden vorbei.Diese vierarmigen 6 Tonnen schwere Betonklötze lagen ursprünglich als Wellenbrecher vor Westerland. Sie sollten auch die jährliche Sandabspülung vom Strand stoppen, was aber nicht wirklich gelang. Nachdem man die Strandmauer  verstärkt hatte, wurden die Tetrapoden abtransportiert und z. T. an anderen Uferabschnitten eingesetzt. Seitdem wird der Strand vor Westerland jährlich mit erheblichem Kostenaufwand durch Sandaufspülung erneuert.

Weiter ging es nach Rantum. Hier trennen nur 600 Meter Wattenmeer und offene Nordsee – dle schmalste Stelle der Insel.

Bantumer Haffen bei Ebbe

Vorbei kamen wir auch an der Gourmethütte Sansibar. Nicht sehr attraktiv, aber dennoch an diesem Tag überfüllt. Wir kehrten nicht ein.

Dieser Reisebericht bildet nur einige Höhepunkte Sylts ab. Es gäbe noch viel zu sehen!!!!!!

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KLeinwalsertal und Südtirol

Eigentlich wollten wir  den ersten Teil unseres Sommerurlaubs in Mittenwald verbringen, aber aktuelle Meldungen über erhebliche Kontrollen und  Straßensperrungen  im großen Umkreis um das Schloss Elmau im Zusammenhang mit dem G -7- Treffen sowie Zäune mitten durch das Wandergebiet von Mittenwald veranlassten uns zu einer kurzfristigen Umbuchung Wir fanden eine sehr schöne Ferienwohnung in Riezlern im Kleinwalsertal.Der Vermieter stellte uns einen Freischein für alle Bergbahnen und Busse  im Tal zur Vefügung. Sehr angenehm!

Unsere erste Wanderung führte in das Gemsteltal bei Mittenberg. Am gesteckten Ziel in der Gemstelhütte genossen wir eine reichhaltige Aufschnittplatte. Diese „Brettle“ mit Schinken, Wurst und Käse bevorzugten wir  häufig auf allen zukünftigen Wanderungen zur Mittagspause.

Gegenüberliegende Jausenstation

Es muss nicht immer hoc h in die Berge gehen.Auch die Talwanderung von Hirschegg nach Mittelberg entlang der Breitach ( im weitern Verlauf entsteht die bekannte Breitachklamm) hat uns sehr gefallen. Eine überdachte Brücke fiel uns auf. Eine Hinweistafel erläuterte, dass die alte Brücke durch Wassermassen weggespült wurde und dafür diese neue sehr massiv errichtet wurde,  sodass nun sogar Trecker darüber fahren können.

Der Höhepunkt für uns im Kleinwalsertal:

Von Riezlern mit der Kanzelwandbahn hoch zur Bergstation des Fellhorn auf 1949 m Höhe, dann entlang der Flanke des Fellhorn mit reichhaltiger  Alpenflora abwärts zur Mittelstation der Fellhornbahn, mit der Bergbahn  runter nach Oberstorf und schließlich mit dem Bus zurück  ins Kleinwalsertal. Herrlich! Und nicht anstrengend!

Geflecktes Knabenkraut – Orchidee

Enzian

Mittelstation -Schlappoldsee

Nach einer Woche hieß es „umsiedeln“ nach Italien. Wir wählten die kürzeste Verbindung durch  das Tannheimer Tal, über den Fernpass nach Innsbruck,  auf der Brenner Autobahn  nach St. Ulrich ( 1236 m ü.M.), dem Hauptort im Grödner Tal.

Man findet hier  moderne , luxuriöse Hotelanlagen, eine schöne Fußgängerzone, verschiedene Kirchen, aber auch alte Bauernhöfe.

Unsere Wohnung lag sehr zentral, sodass wir alle Einrichtungen bequem zu Fuß erreichen konnten.Von unserem Balkon hatten wir herrliche Ausblicke.

Langkofel am Abend

Ganz in der Nähe mussten wir immer an einer alten Lokomotive vorbeigehen. Wir fanden heraus , dass hier im Grödner Tal 1915/16 eine ca. 31 km lange Schmalspurbahn gebaut wurde – von Klausen im Eisacktal über St. Ulrich nach St. Christina. Immerhin sind das ca. 1000 Höhenmeter, die zum Teil in Kehrtunneln überwunden wurden. Bis 1961 war sie im Betrieb. Heute ist die Trasse ein Wanderweg, den wir bis St. Christina gegangen sind. Der erste Abschnitt ist nach Luis Trenker   benannt, der hier geboren wurde. ( Bergsteiger, Filmregisseur, 1892 – 1990)

Blick auf St. Ulrich

 

 

 

 

Ski Weltcup Abfahrtstrecke Saslong vom Langkofel bei St. Christina

Es gibt in St Ulrich 3 Aufstiegsanlagen. Wir kauften uns deshalb ein  6-Tage -Ticket, um sie beliebig oft benutzen zu können. Mehrfach ging es mit einer modernen Umlaufbahn hinauf auf die Seiser Alm. In einer Höhenlage zwischen 1600 und 2958 m ist sie mit 56 km² Europas größtest Almgebiet. Da die Heuernte geerade erst anfing, konnten wir uns an der  reichen Flora mit ca. 740 Pflanzenarten erfreuen. Vor allen Dingen Heidi war begeistert und fotografierte eifrig.

Korbblüter

Skabiose

 

 

 

 

 

Lilie

Die Alm wird eingebettet von Langkofel, Plattkofel. Rosszähne und natürlich vom Schlern, der höchsten Erhebung mit 2563 m. Wir erinnerten uns an seine Besteigung  zuammen mit den Kindern ( 11 und 6 Jahre alt )  im Jahr 1980 von Völs aus – 1800 m hoch und wieder runter – und an die Wanderung hoch zu den Sternhäusern ( 2450 m) von Heidi und mir, allerdings von der Alm aus – 800 Höhenmeter. Diesmal haben wir uns damit begnügt, alles von der Alm aus zu betrachten.

Langkofel und Plattkofel

Schlern

Fast durchgehend hatten wir sommerliche Temperaturen,aber wir mussten aufpassen, denn es waren häufig Gewitter angesagt. Einmal erwischte uns ein heftiger Regenschauer. Unter einem gr0ßen Schirm eines bewirschafteten Berggasthofes konnten wir uns schützen.

Langkofel

Zu einer weiteren Tour brachen wir mit einer Bergbahn  in die Secada Almregion ( 2518 m )auf. Dort hinauf bin ich schon mal im Rahmen einer KLassenfahrt 2006 geklettert.Damals wie heute überraschen auf der einen Seite die steilen Felsformationen und auf der anderen Seite die sanft abfallenden Almwiesen.

Geisler Spitzen

Die 2 Wochen waren schnell vorbei. Auf der Rückfahrt legten wir eine Zwischenübernachtung in Schwabach bei Nürnberg ein – nicht zum ersten Mal. Unterwegs reservierten wir uns für den Abend einen Platz bei „Fabiano“, einem von uns schon erprobten „Italiener“ und genossen ein leckeres Essen.

 

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An Aller und Weser

Es sollte das jährliche  Treffen  mit unserer Freundin aus Rostock werden. Doch sie musste leider absagen, sodass Heidi und ich den 6-tägigen Aufenthalt allein gestalteten.Unsere Pension lag direkt neben dem Reiterstadion in Verden. Der Ort ist ja als Reiterstadt bekannt. Es gibt auch ein Reitermuseum, was wir aber nicht besuchten.

Bronzepferde in der Fußgängerzone

Der Dom der Stadt ist schon von weitem sichtbar, aber von welcher Seite auch immer man ihn erblickt – unserer Meinung nach kein schönes Baudenkmal.

 

Seine Sehenswürdigkeit ist der „Steinerne Mann„. Der Legende nach soll ein Küster Kirchengelder unterschlagen haben  und nach Leugnung der Tat vom Teufel geholt worden sein. Dabei ist er im Gemäuer stecken geblieben. Der Steinerne Mann  ist bis heute oben in einer stillen Ecke des Verdener Doms zu finden.

Das Rathaus wurde  1330 n. Chr. erstmals erwähnt.Nach einigen Umbauten erhielt es 1903 seinen markanten Turm, der stilistisch in starkem Widerspruch zur barocken Fassade des Rathauses steht.

Der Aller Radweg ist gut ausgeschildert und führt z. T. durch eine naturbelassene Landschaft.

Und mit einer Überraschung

Ganz in der Nähe erwanderten wir die „Verdener Düne“. Nach der letzten Eiszeit vor ca. 15000 Jahren bildeten sich diese Wanderdünen im Binnenland. Bereits 1930 wurde diese Landschaft  unter Schutz gestellt und ist damit das älteste Naturschutzgebiet Niedersachsens.

Bremen ist immer eine Reise wert. Am  1. Juni kauften wir  9- Euro-Tickets und nutzten den etwas regnerischen Tag für eine Stadtbesichtigung.

Marktplatz

Bremer Stadtmusikanten

Roland

 

 

 

 

 

 

 

 

Böttchergasse

Das Schnoorviertel ist der einzige noch erhaltene Teil der Altstadt.Es besteht aus ca. 100 kleinen Häusern aus dem 15. bis 19. Jahrhundert. „Schnoor“ kommt von“Schnur“, weil die Häuser in der längsten Straße wie auf einer Schur aufgereiht sind.

Nicht weit von Verden mündet die Aller in die Weser. In dieses AllerWeserDreieck starteten wir zu einer letzten Radtour. Auf dem Weserradweg kamen wir an einer Schleusenanlage vorbei.

 

In dem Ort Dörverden besichtigten wir das Kulturgut “ Ehmken Hoff“. Es handelt sich dabei im Kern um  2 historische  Bauernhäuser mit Nebengebäuden, die wieder aufgebaut und so vor dem Verfall gerettet wurden. Heute finden dort  Konzerte, Ausstellungen und Seminare statt.

Natürlich mussten wir auf unserer Rückfahrt nach Wennigsen einen Zwischenstopp einlegen und frischen Nienburger Spargel kaufen.

 

 

 

 

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Harz – im „Winter“

Eine ausreichende Schneelage  –    6 km gespurte Loipe auf der ehemaligen Bahntrasse von Clausthal nach Altenau  – wenige Grad unter Null – Sonnenschein – …..   so hatten wir es uns gewünscht.

Doch leider konnten wir die Ski gleich abstellen. Wärmere Temperaturen und  ein Regentag sorgten für Schneematsch und Nässe. Wandern unter schwierigen Bedingungen war angesagt. Dennoch waren wir täglich unterwegs.Die beiden Fotos zeigen die Entwicklung. sad

 

In Clausthal – Zellerfeld hatten wir unsere Ferienwohnung. Die Doppelstadt mit ihren ca. 15000 Einwohnern liegt auf der Oberharzer Hochfläche. (500 – 600 m ü. d. M.). Hier entstand im 17. Jahrhundert das bedeutendste Bergbaurevier Europas. Eisen, Blei, Kupfer und vor allem Silber wurden gefördert. 1775 wurde hier die erste Lehranstalt für Berg- und Hüttenwesen gegründet.Heute hat die TU Clausthal mit ihren 4000 Studenten ein breitgefächertes Angebot für viele Berufsfelder technischer Art. Viele Studenten kommen aus dem Ausland und prägen das Stadtbild, genauso wie die zahlreichen alten und neueu Gebäude  der TU.

 

Im Zentrum findet man die imposante Holzkirche.

Wenn man um die Stadt herumgeht, trifft man bald auf einen der vielen Teiche. Von unserer Ferienwohnung am Stadtrand konnten wir durch den Garten direkt zu einem gelangen, dem Pfauenteich. Auf dem Damm haben wir  z.T. unsere Wanderungen begonnen.Das sind die Anlagen des  UNESCO Welterbes “ Oberharzer Wasserwirtschaft“.

Etwa 65 Teiche , rund 70 km Gräben und 20 km Stollen werden im Raum Clausthal – Zellerfeld funktionsfähig gehalten. Einst wurden alle Teiche zur Erzeugung von Wasserkraft für die vielen Bergwerke gebraucht. Man zapfte weit entfernt liegende Bäche an, um ihr Wasser in eine ganz andere Richtung umzuleiten. Teiche mit standfesten Dämmen und regulierbaren Abflüssen wurden angelegt. So konnte in Trockenzeiten Wasser zu den Bergwerken geführt werden. Damit überwand man sogar die Wasserscheide zwischen  Süd- und Nordharz.

Eine Wanderung unternahmen wir zum Polsterberger Hubhaus.Das ehemalige Pumpenhaus wird heute als Waldgaststätte genutzt.

Hier wurde das Wasser auf ein 18 m höheres Niveau gepumpt. Das war notwendig, weil die ergiebigen Silberbergwerke in Clausthal auf so hohem Niveau lagen. Die Antriebskraft im Polstertal wurde durch das Aufschlagwasser  an 2 Kunsträdern gewonnen und über ein sehr langes  Gestänge in das Hubhaus übertragen. Das Hubhaus diente gleichzeitig als Diensthaus für den Hubmeister und den Grabenwärter.

( Durch Antippen  vergrößern)

Das Wasser diente lange Zeit zum Einfahren in den Schacht. Dabei bewegte es über ein Rad  zwei lange Stangen. Wenn sich das Rad drehte, wurde zunächst die eine Stange im Schacht angehoben, während sich die andere nach unten senkte. Nach einer halben Umdrehung des Rades  kehrte sich die Bewegung um, nun senkte sich die erste und die zweite hob sich.

Durch geschicktes Umsteigen zwischen den beiden Stangen konnte der Bergmann also entweder in den Schacht ein- oder ausfahren. Diese Fahrkunst ersparte dem Bergmann das mühselige und zeitaufwendige Steigen auf mehreren tausend Leitersprossen.

Die Fahrkunst

Einen Ausflug unternahmen wir zum Nachbarort Hahnenklee. Dort ist ein Premiumwanderweg ausgewiesen. Der „Liebesbankweg“ über 7 km  ist bei gutem Wetter sicher sehr angenehm. Für uns war er wegen der glatten Schneereste z. T. sehr mühsam. Ansonsten scheint er sehr beliebt zu sein.

Ausgangs- und Endpunkt des Rundweges ist die Stabskirche. Sie wurde 1906/07 nach dem Vorbild norwegischer Stabskirchen ganz aus Holz gebaut und ist einmalig in Deutschland.

Am Abfahrtstag zurück nach Wennigsen überraschte uns am Morgen  Eisregen. Das Auto war mit einer Eisschicht überzogen.

Doch eine Art von „Winter“.

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Prerow an der Ostsee

Auf unserer Reise zur Ostsee machten wir zunächst Zwischenstation in Lüneburg. Es war Montag und wie üblich waren  alle Museen geschlossen, aber auf Rundgängen konnten wir in den 2 Tagen doch viele Eindrücke von der alten Hansestadt gewinnen. Der Reichtum der Stadt zeigt sich in den zahlreichen wunderschönen Backsteingebäuden. Das Salz („weißes Gold“) und der Handel damit machten das möglich.

                

 

Das Rathaus

Die Ilmenau war damals noch schiffbar bis zur Elbe. Bis zu 7o Schiffe lagen bereit, um das Salz zu befördern. Der alte Kran im Hafen ist das Wahrzeichen  Lüneburgs. Er wurde von bis zu 8 Männern (häufig Häftlinge ) angetrieben. („Tretmühlenarbeit“). Heute befindet sich dort das Kneipenviertel – der  Stint.  So heißen die jungen Heringe, die im Frühjahr die Elbe hoch wandern. Heringe waren im Mittelalter ein wichtiges Handelsgut  und ein Grundnahrungsmitttel der armen Leute.

Ein Highlight im Stadtbild ist der Wasserturm.Von der 56 m hohen Aussichtsplattform (Lift) hat man einen fantastischen Blick über die Stadt.

Unser Ziel an der Ostsee war Prerow auf dem Darß.  Dort waren wir kurz nach der Wende schon einmal  mit dem Wohnmobil. Damals wie heute darf man auf dem Zeltplatz mitten zwischen den Dünen direkt am Strand campen. Inzwischen hat sich der Ort natürlich touristisch weiter entwickelt. So wurde u. a. eine Seebrücke gebaut. In Prerow waren wir mit unserer Freundin Babsi zu unserem jährlichen gemeinsamen Urlaub verabredet.

FischlandDarßZingst ist eine 45 km lange Halbinsel zwischen Rostock und Stralsund. Sie trennt den Bodden von der Ostsee ab. Die Halbinsel ist der ständigen Veränderung dorch die See ausgesetzt. Fischland ist großteils Abtragungsküste. Der dort abgespülte Sand wird von Strömungen in Ostrichtung als  Strandversetzung entlang der Küstenlinie transportiert und in Form einer Nehrung wieder abgesetzt.Auf Radtouren und Wanderungen haben wir  Darß und  Zingst erkundet. Dabei waren Babsis  Ortskenntnisse sehr hilfreich.

Auf der Seeseite gibt es endlos lange Strände – an 2 Tagen mit kräftigem Wind.

    

 

Auf der Bodenseite findet man kleine Hafenstädtchen mit alten Kaptitäns- bzw. Matrosenhäusern wie in Born.

 

In der Kernzone des Naturschutzparks Vorpommersche Boddenlandschaft steht der Leuchtturm  Darßer Ort. Er ist 35 m hoch und ist von Prerow aus nur per Fahrrad, mit  Pferdekutsche oder zu Fuß zu erreichen. Er wurde 1847 erbaut und immer noch in Betrieb, allerdings ferngesteuert. Dort  befindet sich auch das Natureum,  eine Ausstellung, die über Fauna und Flora informiert.

In Barth besuchten wir übrigens das Bibelzentrum. Mittelpunkt des Museums ist die ins Niederdeutsche übersetzte   Barth – Bibel (1588).

 

Stimmungsbild vom Bodden

Die Rückfahrt nach Wennigsen hatten wir über die Autobahnen Lübeck und Hamburg geplant. Ein angekündigter Stau vor Hamburg mit einer Wartezeit von 3 Std. führte  uns dann auf Umleitungen über Bundesstrassen  nach Hause – dauerte auch lange.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

rerow audem Darß

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Oberstdorf und Bodensee – Altis endlich wieder on tour

Nach langer Zeit (wegen Corona) haben  wir wieder einmal die Koffer gepackt und sind in den Süden Deutschlands gereist.

Als Zwischenstation auf dem Weg dahin wählten wir Würzburg. Neben der schönen Altstadt stechen vor allem 2 Sehenswürdigkeiten hervor. Über die alte Mainbrücke mit den Heiligen Figuren stiegen wir auf zur Festung Marienberg – eine sehr imposante Anlage.

 

Wesentlich attraktiver fanden  wir die Besichtigung der von Balthasar Neumann 1720 – 1744 errichteten  Residenz der Würzburger  Fürstbischöfe. Leider ist das Fotografieren in den Innenräumen untersagt.

Die erste Woche verbrachten wir in Oberstdorf. In diesem Jahr den Urlaub in Deutschland zu verbringen, das haben offentsichtlich viele geplant. Der Ort war voller Touristen. Restaurantbesuche am Abend waren nur möglich mit rechtzeitiger Reservierung oder mit Warteschlange. Da wir durchgehend gutes Wettter hatten, war Außenbewirtschaftung möglich und so konnten wir unser Abendessen doch immer genießen.

Sehr begrüßt haben wir, dass alle Bergbahnen erneuert waren. Umlaufkabinenbahnen gestalten die Fahrten sehr komfortabel  und schneller.

Einige unserer Wanderziele stelle ich nun in Bildern dar:

Skiflugschanze

Blick vom Nebelhorn auf Oberstdorf

Das Fellhorn ist ein Blumenparadies

 

Schlappholdsse am Fellhorn

Schlapphold Alm 1710 m

Dies ist der Christlesee im Trettachtal auf 916 m Höhe.Er wird aus Karstquellen gespeist und soll der blaueste Alpensee sein. Er hat eineDurchschnittstemperatur von 4 – 6 Grad und friert nie zu.

Die zweite Urlaubswoche verbrachten wir in Immenstaad am Bodensee. Der Ort liegt ungefähr mittig zwischen Friedrichshafen und Meersburg.

Noch gut trainiert von der Wanderwoche in Oberstorf reizten uns auch der  Apfel-und Weinspazierweg Immenstaad und später auch der Bodensee – Rundweg bis nach Hagnau.

Während man in den Alpen häufig deftige Knödelgerichte in den Gasthöfen serviert , kommt man am Bodensee an Felchen nicht vorbei. Darauf wird man auch deutlich hingewiesen.

Natürlich kamen jetzt auch unsere E-Bikes zum Einsatz.Die Strecke nach Friederichshafen war zwar gut als Bodenseeradweg ausgewiesen, führte aber häufig an Hauptstraßen entlang , was uns nicht so gut gefiel. Oft unterwegs zu beobachten:

Ein Radtour führte nach Meersburg.  Der Ort war natürlich sehr überlaufen. Die Altstadt ist aber auch sehr hübsch und der Name  Droste -Hülshoff lockt viele an. Die Dichterin (1797-1848) lebte zeitweise dort im Fürstenhäusle (heute Museum) bzw. in der Burg.

 

Wegen der zu erwartenden Menschenmengen habe wir Lindau und die Pfahlbauten in Uhldingen nicht besucht. ( Auf einer früheren Reise schon besichtigt.)

Eine Schiffahrt  auf dem Bodensee muss sein. Bei schönstem Wetter machten wir uns auf nach Konstanz,von dort weiter mit dem Rad zur Insel Reichenau. Die Insel kann man über einen eineinhalb  Kilometer langen Damm erreichen und dann zu einer Rundfahrt starten. Das milde Klima, der fruchtbare Boden und eine intensive Bewässerung ermöglichen einen ertragreichen Gemüseanbau.

Hafeneinfahrt Konstanz

Die Imperia auf dem Sockel hält in ihren  Händen wie Puppen den Kaiser und den Papst. Sie spielt mit der Macht während des Konstanzer Konzils ( 1414 – 1418) KLeines Detail: Während des Konzils sollen sich in Konstanz 7oo Dirnen aufgehalten haben.

St. Georg auf Reichenau ( um 900 erbaut)

Einen Tag verbrachten wir in Überlingen, um dort die Landesgartenschau zu besuchen. Die Schau war  in der Stadt in mehreren Teilgebieten angelegt, die man dann auf einem Rundgang besuchen konnte. Das fanden wir sehr angenehm, weil man so gleichzeitig die Stadt kennenlernen konnte. Auf dem Weg fiel uns ein skurrieler Brunnen auf. Vor Ort konnten wir nichts darüber erfahren. Laut Wikipedia ist es der Bodenseereiter-Brunnen von einem örtlichem Künstler. Er zeigt seine Frau, seine Tochter und Schwiegermutter sowie Martin Walser auf dem Pferd. ( Walser lebt am Bodensee)

Am Schönsten fanden wir den Teil der Gartenschau entlang des Bodensees. Dort hat man im Wasser kleine Blumeninseln angelegt.

Die Rückreise vom Bodensee gelang tatsächlich ohne einen Stau auf der Autobahn.

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An der Mosel

Wir wollten die Mosel im „Goldenen Herbst“  vor allen Dingen mit dem Fahrrad erkunden.Kühle Temperaturen und viele Regengüsse ließen das nicht zu. Hochwasser hatten wir allerdings auch nicht zu befürchten.

So haben wir uns bei unseren Aktivitäten aufs Wandern und Stadtbesichtigungen beschränkt.

Trittenheim an der Mittelmosel war der Ausgangspunkt unserer Unternehmungen.

Als einziger Ort an der Mosel verfügt er noch über Fährhaustürme, die früher auch als Wohnung für die Fährleute dienten. Der Betrieb wurde 1909 mit der Fertigstellung der ersten Brücke bei Trittenheim eingestellt.

Von dort wanderten wir auf dem Römersteig – Teil des Moselsteiges – hinauf in die Weinberge.

Die Ernte war in vollem Gang. Auf  bis zu 40 Grad steilen Hängen können heutzutage „Vollernter“eingesetzt werden . Diese hochrädigen Maschinen pflücken nur die Trauben ab, die Stiele bleiben dran.An den steileren Hängen muss noch immer mit der Hand gelesen werden, was trotz technischer Hilfen sehr mühsam ist.

Wie überall an der Mosel findet man Relikte aus der Römerzeit, so auch bei Trittenheim zwei Sarkophage, die sich mitten in einem Weinberg befinden.

Im Nachbarort NeumagenDhron bauten die Römer schon vor 2000 Jahren Wein an.Dort findet man auch den hölzernen Nachbau eines Weinschiffes. Das Original steht im Landesmuseum Trier. Es war ein monumentales Grabmal eines reichen Weinhändlers. Der 18 m lange Nachbau wird heute für Rundfahrten genutzt.

Im Jahre 16 v. Chr. wurde unter Kaiser Augustus Trier gegründet. Die Römer bauten Villen, Bäder, Thermen und vor allem das mächtige Steintor Porta Nigra ( 170 n.Chr.) .

Die dunkle Färbung ist übrigens im Laufe der Jahrhunderte durch Verwitterung entstanden. Um 1000 n.Chr. wurde es zu einer Kirche umgestaltet, die später unter Napoleon wieder abgetragen wurde.

Ob römische Bauten, historische Stätten, Kirchen oder Klöster – an fast jeder Ecke der Altstadt stößt man auf die Spuren der reichen und wechselvollen Geschichte dieser Stadt.

Hauptmarkt

Dom St. Peter

Konstantinbasilika

 

 

 

 

 

 

Kaiserthermen

 

Kurfürstliches Palais

 

 

 

 

 

 

 

Einen Tag verbrachten wir in TrabenTrarbach. Um 1900 war dieser Ort nach Bordeaux der zweitgrößte Weinumschlagplatz in Europa. Es gab ca. 100 Kellereien. Der Export bescherte den Winzern ein Vermögen, das sich in zahlreichen Jugendstilvillen ausdrückt, die wir uns u.a. auf einem Spaziergang an der Mosel ansahen.

 

 

Auf der Fahrt dahin unterquerten wir die neue 2019 freigegebene Hochmoselbrücke. Sie ist 158 m hoch und 1700 m lang. Viele sind der Meinung, dass dieses gewaltige Bauwerk das Landschaftsbild zerstört.

Einer der Hauptorte an der Mosel ist sicher BernkastelKues, wobei Bernkastel der attraktive Stadtteil mit der historischen Altstad voller Fachwerkhäuser ist. Am Marktplatz mit dem Renaissance- Rathaus von 1606 n. Chr. steht der prunkvolle St. Michaelsbrunnen. Gleich daneben fällt das Spitzhaus auf. Mit über 600 Jahren gilt es als das älteste im Ort.

 

 

 

Damit endet für uns das Reisejahr 2020.

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In den Alpen: Zillertal und Berchtesgaden

Nach einer Zwischenübernachtung in Schwabach (bei Nürnberg) mit seiner sehenswerten Altstadt

 

erreichten wir am nächsten Tag Zell am Ziller im Zillertal. Mit der Gästekarte und einem 3-Tage-Ticket für die Bergbahnen im Tal  waren wir sehr mobil.

Zuerst ging es mit der Rosenalmbahn auf 1744m Höhe und von dort auf einer Wanderung zur Schmankerlhütte (1864 m), wo wir uns mit Zillertaler Spezialitäten verwöhnen ließen.

 

Zell ist übrigens kein besonders attraktiver Ort. Kurios fanden wir dieses Hinweisschild:

Positiv überrascht waren wir allerdings von einem Openair – Konzert einer Kapelle mit ca. 80 Musikern, die ein breites Repertoire anzubieten hatte.

Mit dem eigenen PKW fuhren wir am folgenden Tag von Zell ( 575 m ü.d.M.) auf einer sehr kurvenreichen Passstraße nach Gerlos (1300 m) und von dort mit der Isskogelbahn auf 1900 m Höhe. Alle Bergbahnen waren übrigens Umlaufbahnen, sodass wir fast immer allein in den Kabinen saßen, was uns wegen der Ansteckungsgefahr sehr angenehm war. Hier oben hatten wir einen herrlichen Ausblick auf ein Speicherbecken und die Gletscherwelt.

 

Die letzten Höhenmeter auf den Isskogel (2263 m) hat Heidi allein bewältigt. Mir war es an diesem Tag trotz der Höhe zu warm und anstrengend.

Isskogel

Eine Berg- und Talfahrt hatten wir noch übrig. Die nutzten wir von Mayerhofen aus mit der Penkenbahn. Oben fanden wir ein gr0ßes Skigebiet mit den  eher hässlichen Liftanlagen vor  – daher von dort keine Fotos.

Nach  einer Woche zogen wir um nach Berchtesgaden. Von der von uns ausgesuchten Ferienwohnung sollte es einen Fußweg von 10 Min. in das Ortszenrum geben- so hatten wir es im Prospekt gelesen. Das stimmte auch – aber nur bergab. Wenn wir z.B. abends  nach einem Restaurantbesuch von der Stadt  zufuß wieder hinauf zu unserem Haus wollten, war das sehr mühsam, denn der Weg war sehr steil und wir brauchten deutlich länger.

Andererseits hatten wir von unserer Wohnung und vom Balkon eine grandiose Aussicht, die für die Mühsal entschädigte.

Berchtesgaden

„Watzfrau“ und Watzmann

Der Watzmann ist der zweithöchste Berg Deutschlands (2713 m), aber zum Glück nicht so verbaut wie z. b. die Zugspitze.Es gibt keine Bergbahn. Das liegt wohl auch daran, dass das Gebiet zum Nationalpark erklärt wurde.

Oder der Blick am Abend  zur anderen Seite:

 

Hoher Göll – die 2 Punkte links sind das Kehlsteinhaus

Berchtesgaden ist eine sehr lebendige Stadt mit schönen Bürgerhausern.

 

Im Ort gibt es die 1949 gebaute und daher sehr altertümliche Obersalzbergbahn.

 

Von der Bergstation (980 m) kann man zum Dokumentationszentrum Obersalzberg und von dort auch weiter auf der Kehlsteinstraße zum Kehlsteinhaus kommen. Leider war aber beides wegen Renovierungsarbeiten in diesem Jahr geschlossen, was wir sehr bedauerten. Das Kehlsteinhaus wurde 1937/38 als Hitlers Repräsentationsgebäude errichtet mit einem Aufzug im Berg. ( Weitere Infos : www.kehlsteinhaus.de)

So konnten wir auf einer Wanderung zur Scharitzkehlalm dieses Gebäude nur aus der Ferne und von unten fotografieren.

 

Die Scharitzkehlalm wurde 1940 von Martin Bormann enteignet. Das Originaldokument hängt im Wirtshaus aus.

 

 

Natürlich besuchten wir auch den Königssee. Auf eine Schifffahrt haben wir wegen der Menschenmassen verzichtet. Dafür fuhren wir auf die Mittelstation der Jennerbahn, um von dort wieder zurück zur Obersalzbergbahn zu wandern.

Vor der Bobbahn am Königssee

Die letzte anstrengende Wanderung führte uns von Berchtegaden aus zur Wallfahrtskirche  Maria Gern.

 

 

 

 

Erst ein Bier – dann ein leckerer Apfelstrudel   Alles wieder gut!

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Die Potsdamer Seen

Nach dem Pfingstwochenende hatte wir für uns und unsere Freundin Babsi  in einer kleinen Pension in Caputh am Templiner See  Zimmer gebucht.

Die Pension hatte direkten Zugang zum See. So konnten wir schon beim Frühstück die herrliche Aussicht auf die Seenlandschaft genießen.

Nicht weit entfernt liegt in einem schönen Landschaftspark das Barockschloss Caputh.

 

Da die Temperaturen sommerlich waren, stand ausgiebigen Radtouren nichts im Wege. Zuerst ging es nach Werder in den mittelalterlichen Stadtkern mit der Kirche  zum Heiligen Geist ( seit 1250).

 

Vorbei kamen wir an einem Fischrestaurant, das in vergangenen Zeiten gefangene Fische ausstellte.

Unsere Touren führten uns auf meist angenehm zu fahrenden Wegen auch zu den Orten Ferch, Glindow und Geltow.

Eine Landschaft zum Genießen!

Natürlich radelten wir auch einmal um den Templiner See nach Potsdam in den Park Sanssouci, der gerade einen Tag vorher wieder geöffnet war.

Am letzten etwas kühleren Tag unseres Kurzurlaubs brachen wir zu einer Wanderung auf. Zuerst suchten wir das AlbertEinstein – Haus am Waldrand auf. Hier verbrachte der Physiker von 1929 bis 1932 die Sommermonate. Leider war das Haus nur am Wochenende zu besichtigen.

Weiter ging es zur Umrundung des Caputher Sees – einem Naturschutzgebiet, das dem Nabu gehört.

Bei einer Bootsfahrt von Caputh nach Werder am letzten Nachmittag konnten wir noch einmal schöne Eindrücke vom Wasser aus sammeln.

Insgesamt haben wir die Auszeit nach dem  Corona Lockdown sehr genossen.

 

 

 

 

 

 

 

 

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